Mittwoch, 10. Oktober 2007

3 Tipps: Yella, Ratatouille, Geliebte Jane

Yella
Eine junge Frau verlässt ihren gescheiterten Mann für eine Job im Westen. Dort lernt sie den jungen erfolgreichen Philipp kennen und lieben. Doch ihre Vergangenheit will sie nicht gehen lassen.
Atmosphäre zwischen (Alb-)Traum und Wirklichkeit. Unwirklich sind die Welt, die Ereignisse und und die Protagonistn. Was könnte die Realität besser beschreiben.
Ratatouille
Eine Ratte wird mit Hilfe einer Küchenhilfe zu Gourmetkoch. Dieser Animationsfilm lässt sich Zeit ist wunderschön animiert, ach, einfach toll anzuschauen. Jeder kann gucken, äh kochen.
Geliebte Jane
Ein Film über die Jugendjahre der Schriftstellerin Jane Austen, der sich besonders ihrer ersten Liebe widmet. Wenn dieser Film auch nicht herausragend ist, so ist er doch wegen der vielen Wendungen sehr interessant. Besonders der Fakt, und dies sei hier vorweggenommen, dass Jane Austen niemals verheiratet war. Eine tragische Figur und ein Leben, dass wie ich vermute nur in ihren Romanen stattfand.

Christian Petzold

Wenn es einen Regisseur gibt, der gerne "Lücken" in seinen Filmen lässt, dann ist das wohl Christian Petzold. Im Kino werden diese Lücken gern von intellektuellen (intellektuell ist hier äußerst abwertend gemeint) Zuschauern mit Kommentaren gefüllt. Meist simple Feststellungen, eines sich selbst erklärenden Bildes, Lacher, die fehl am Platz sind oder verzweifelte Deutungsversuche wie: Ahhh... .
Petzold macht keine großen Filme mit Knalleffekt, er erklärt weder Geschichte noch Personen, dass einzige woran man sich bei ihm festhalten kann, ist wohl ein Song, der sich, wenn man Glück hat, im Film wiederholt.
Petzolds Filme verlangen Empathie und andere intellektuelle Anstrengungen (welche die oben benannten Intellektuellen gern ihr eigen nennen und weshalb diese hier keine Erwähnung finden werden)vom Zuschauer. Ein Gespür für Atmosphäre und Durchhaltevermögen.
Petzolds Filme verlangen etwas vom Zuschauer und dafür lässt er sich Zeit. Zu dumm nur, dass für vielen Zuschauer, des menschliche Rätzel (Warum tun wir etwas?) eines mit sieben Siegeln ist.

Sonntag, 19. August 2007

BESETZT

Hier der Trailer für einen spannenden Horror Thriller bei dem ich auf dem "Regiestuhl" sitzen werde:

Dienstag, 14. August 2007

Ein Videorekorder in der DVD-Abteilung im Media Markt

Der Media Markt hatte seine DVD-Abteilung umgebaut. Die Sortierung nach Genres verbessert, Neuheiten fingen die ersten Blicke beim betreten. Große gut leserliche Schilder über jedem Regal: Angebote, Aus der Werbung, Bollywood u.s.w. An den Rand gedrängt die Filme von A bis Z.

Großzügig waren die Gänge zwischen den Regalen, wie für Reiner gemacht. Reiner war in seinem elektrischen Rollstuhl unterwegs. Der Joystick lenkte ihn in die richtige Richtung das LCD-Display zeigte Geschwindigkeit und Batteriestand an. Trotzdem sehen Rollstühle nie modern oder sogar peppig aus sondern immer wie veraltetes medizinisches Gerät. Reiner hatte seid fünf Jahren keine Beine mehr und seid 2Jahren seinen elektrischen Rollstuhl. Das Rauchen, der Zucker und ein Unfall hatten seine Beine auf dem Gewissen. Nicht dass er sie vorher viel genutzt hätte. Bis zu seiner Krankheit arbeitete er bei einer Versicherung am Schreibtisch, blieb unverheiratet und bis zu ihrem Tod versorgte und pflegte ihn seine Mutter Trude, die zuvor schon Jahre ihren Mann, der an Lungenkrebs erkrankte und schließlich starb, selbstlos gepflegt hatte.

Einmal die Woche machte sich Reiner auf den Weg in den Media Markt, denn das war es, was ihn noch als Teil der Gesellschaft definierte: Der Konsum. Zu sein unter anderen Konsumierenden. Normal zu sein. In der gut übersichtlichen Abteilung findet man Reiner am Wühltisch mit den DVD's die maximal 2,99€ kosten. Hier findet sich all der Film-Trash, der nicht zum Kult erhoben wurden: Actionfilme aus den 80ern, Horror aus den 90ern und Komödien, über die noch nie jemand gelacht hat. Reiner sucht nur Actionfilme. Er durchstöbert angestrengt den Wühltisch der etwas zu hoch ist. Er kommt mit seiner Hand nie an die Filme die in der Mitte des Tisches liegen. Er ließt sich den Kurzinhalt auf dem DVD-Rücken durch, betrachtet die Bilder und kauft gleich vier oder fünf DVDs. Auf jeder befinden sich Szenenfotos von Explosionen, schwitzenden und schießenden Muskelmännern und halbnackten blonden Frauen.

Es geht Reiner nicht darum, qualitativ hochwertige Filme zu sehen, noch ist er ein Fan von C-Movies. Es ist einfach das gute Gefühl, wenn er die schwierig zu entfernende Plastikverpackung abreißt, die Hülle öffnet und die silbrig sauber glänzenden Scheibe sieht. Ohne Fingerabdrücke und Kratzer. Es ist ein Genus für ihn die Silberscheibe aus der Befestigung zu fummeln, mit der Fernbedienung das DVD-Ladefach automatisch ausfahren zu lassen, die DVD einzulegen, das Fach wieder schließen zu lassen und sich in seinem Rollstuhl zurück zu lehnen. Schon während dem schauen des Films freut er sich, auf den nächsten Film, den er auspacken kann, auf den nächsten Film den er kaufen kann.

Ohne es zu wissen ist dies alles was ihm im Leben bleibt, was ihn daran erinnert noch am leben zu sein und nicht wie ein Videorekorder, nutzlos und von der Zeit überlebt zu verstauben.

Montag, 6. August 2007

3 Filmtipps

Reine Geschmacksache:
Eine schöne kleine Geschichte um die Familie Zenker. Vater: Vertreter für Damenmode, Sohn schreibt Horoskope und verliebt sich in des Vaters ärgsten Konkurrenten. Mutter hat die Schnauze von ihrem Mann voll und zieht aus.
Vor allem Edgar Selge, der den Familienvater spielt, macht diesen Film unglaublich komisch und wer aus einer westdeutschen Kleinstadt kommt, darf beim anschauen des Films gern im Boden versinken.
Sterben für Anfänger:
Hier darf laut gelacht werden. Setting ist eine Beerdigung. Die Familie kommt zusammen und ein Kleinwüchsiger outet sich als des Toten Lover, angebliche Valiumtabletten entpuppen sich als Aufputschmittel und die beiden Söhne des Verstorbenen versuchen verzweifelt alles beisammen zu halten.
Die Simpson - Der Film:
Wie eine Folge die 90 Minuten lang ist.

Samstag, 4. August 2007

Transformers - Ein Film für Kinder

Transformers waren oder sind Kinderspielzeug, welches man von einem Gegenstand zu einem Roboter verwandeln konnte. Dabei hat die Verwandlung am meisten Spaß gemacht. Ansonsten waren es ehr ungeschickte Action Figuren, weil man sie längst nicht so gut bewegen konnte wie z.B. He-Man. Natürlich gab es auch noch das Transformers Comic, an welches ich mich aber nicht mehr erinnern kann.
Nun haben es die Transformers ins Kino geschafft und lassen es unter der Regie von Michael Bay mächtig krachen. 144 Minuten, die nicht einmal langweilig sind, die furiose Kampf- und Actionszenen bieten und auch ein wenig witzig sind. Ein Stakkato an Computerspiel Action, Teenage-Komödie, Kriegsfilm und allem was man noch so unter Blockbuster-Kino versteht.
Leider allem, was daran furchtbar ist. Alles aufzuzählen werde ich mir nicht antun, da es bessere Filme gibt über die man nachdenken kann. Aber als schon fast gefährlich sehe ich die unkontrollierte Gewalt in dem Film, die ohne Leichen und Blut auskommt, das sexistische Frauenbild das er vermittelt und die absurde "Handlung".
Es knallt, es raucht, Frauen die wie Pornodarstellerinnen aussehen, Typen die "scheiße" aussehen und die Frauen trotzdem bekommen und Krieg, Krieg, Krieg. Worauf eben Männer so stehen, oder? Außerdem verspüre ich den Drang Produkte von Panasonic, Nokia und Appel zu kaufen und das amerikanische Militär (nur die, die wirklich von der guten Sache überzeugt sind) richtig klasse zu finden. Heil Bay!

Dienstag, 17. Juli 2007

Überwachung

Sehr zufällig fiel mir der Film The Conversation von Francis Ford Coppola in die Hände. Wie passend dachte ich, als ich mich über den Inhalt informierte: Es geht um Überwachung und um Angst: Angst vor Überwachung, Angst vor den Folgen der Überwachung, Angst vor Fehlinterpretation der Überwachung. All diese Ängste hat der Hauptcharakter des Films aufzustehen, obwohl er selbst als ein Spezialist in Sachen Überwachung gilt.
Ein Film aus dem Jahr 1974 den Coppola auch selbst verfasste.
Nach einer langen Schaffespause meldet er sich voraussichtlich dieses Jahr mit Youth Without Youth nun wieder als "Autorenfilmer" zurück. Im Gepäck hat er Bruno Ganz und Tim Roth sowie Hitlers Sekretärin Alexandra Maria Lara. Ob er an alte Zeiten anknüpfen wird bleibt abzuwarten.
The Conversation ist ein spannender und auch technisch sehr interessant gestalteter Film, weil er es schafft so viele Nuancen des Themas aufzugreifen.

Unbedingt anschauen!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Hollywoodland


"George, kein Mensch will irgendwann später mal glücklich sein. Sag mir was du dir wünscht, dann sollst du es haben."



Es gibt Menschen, die haben Träume und wissen, dass sie sich nie erfüllen werden. Andere haben keine Träume. Wieder andere tun alles, um sich ihre Träume zu erfüllen. Nicht immer bringt ihr Weg sie ans Ziel.

Hollywoodland ist ein schöner getragener Film, der Längen nicht scheut, Klischees benutzt, um sie auflaufen zu lassen, um uns drei Menschen zu zeigen, die etwas sein wollen, was sie nicht sind oder etwas sind, was sie nicht sein wollen.
Ben Affleck war selten so gut besetzt, Diane Lane glänzte immer besonders gut, wenn es um das älter werden ihrer zu spielenden Charaktere geht, nur Adrien Brody's Rolle wirkt seltsam unglaubwürdig...aber auch das passt irgendwie.
Auch wenn man am Ende ohne Antworten sitzen bleibt, wird einem Hollywoodland als trauriger Film in Erinnerung bleiben. Als ein Blick hinter die Masken und Kostüme, die man sich aus Angst und Schwäche überstülpt und die man dann unter Umständen nie oder zu spät versucht wieder anzustreifen.

Samstag, 7. Juli 2007

The Good German

Tully: Die werden aber nicht das ganze Land vor Gericht stellen?
Geismer: Sollten sie das nicht?

Der gute Deutsche.
Natürlich hab ich mich, bevor ich diesen Film gesehen habe gefragt, warum er denn so heißt.
War ich beim ersten schauen im Kino noch vollkommen von den Bildern und dem wunderbaren Licht berauscht und konnte den Wirrungen der Handlung nicht recht folgen, so hat das zweite Mal (auf DVD) doch Klarheit geschafft.
Der gute Deutsche, ist in diesem Film der, der Naziverbrechen eines berühmten deutschen Wissenschaftlers aufdecken will. Das Problem: Dies ist nicht im Interesse der Alliierten, die in Potsdam 1945 gerade über die Zukunft Europas entscheiden.
Jeder verfolgt in diesem Film seine eigenen Interessen, was dabei auf der Strecke bleibt...sind eben jene Verbrechen und nicht die Verbrecher, die entweder von Nutzen für die Allierten, oder schlau genug sind, sich aus dem Staub zu machen.

Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film.

Tully: Berlin hat so viel zu bieten, da sollen sie doch nichts verpassen solange sie hier sind.

Dienstag, 3. Juli 2007

dunkelblaufastschwarz

Man kann sich hervorragend darüber streiten, ob etwas, (zum Beispiel ein Anzug) dunkelblau oder schwarz ist. Die Meinungen darüber, werden sich so schnell ändern, wie das Licht, welches auf das Objekt fällt.
Vielleicht sollte man sich, anstatt sich auf etwas festlegen zu wollen, auf den Bereich dazwischen konzentrieren. Der Bereich der dunkelblau, fast schwarz ist.

Ein wahrlich schöner Film, den man nicht verpassen sollte.
Hier zur Einstimmung die ersten Minuten:


Mittwoch, 6. Juni 2007

Inland Empire - Lynch VS. Realität und Inszenierung

Die Frage ist doch: Was ist die Wirklichkeit? Gibt es überhaupt so etwas wie Wirklichkeit? Gibt es Wahrheit? Ist Inland Empire ein Film? Was ist ein Film?
Man kann nichts glauben, schon gar nicht den Dingen die man für realistisch hält. Vielleicht ist Kunst ja das einzig wirklich Wirkliche. Aber was ist eigentlich Kunst?

Als ich das Kino nach Inland Empire verließ, war mir mal wieder klar, dass die Realität in der wir leben, eine inszenierte ist und das die Inszenierung uns fast immer Realität vorheuchelt.

Flags of our fathers / Letters from Iwo Jima

Es ist nicht gerade einfach sich in eine Vergangenheit zu versetzen, die eine Amerikanische oder Japanische ist, und die sich zur Zeit des 2. Weltkrieges ereignet. Krieg ist etwas, was ich ganz und gar nicht begreife und nur aus den Medien kenne.
Durch Berliner Straßen zu gehen und zu denken, dass genau hier Krieg stattfand. Menschen töteten und starben…Teilweise sieht man sie noch, die Einschläge der Granatsplitter in den Häuserwänden. Doch meist sind sie wegsaniert oder ausgebessert.
Der Krieg lässt die Menschen allein. Lässt sie sich auf das Wesentlichste reduzieren: Das Überleben. Der Krieg ist traurig und alles was mit und nach ihm kommt ebenso. Krieg ist der Tod: aller Gedanken, jeder Vernunft und des Glaubens.
An einem Krieg kann nichts Menschliches sein, auch wenn Menschen Kriege machen.
Soldaten bleiben Menschen, die freiwillig im Krieg sind, die nicht plötzlich aufwachen und auf einmal merken, dass sie töten müssen.


Trotzdem sind
Flags of our fathers und
Letters from Iwo Jima
Was fürs Auge.

What better place than here. What better time than now.

Event G8:
Juli und Wir sind Helden auf der Bühne.
G8 hinter einem Zaun.
Tom Morello war auch da. Aber seht selbst, ich will dazu nichts sagen.
Wo sind nur Rage Against The Machine, wenn man sie braucht.

Lights out guerilla Radio
Turn that shit up



Mittwoch, 30. Mai 2007

Napola - Klischee für die Massen

Wer einen wirklich komischen Film sehen will, sollte sich Napola anschauen.
Es passiert recht wenig, oder zumindest nichts Interessantes, die Charaktere sind äußerst eindimensional und die Inszenierung nicht gerade selten unfreiwillig komisch.
Wie kommt das? Naja, das Setting (3. Reich) ist doch denkbar ungünstig, um eine "Erwachsenwerdgeschichte" a la Club der toten Dichter zu erzählen, die noch dazu auf einer Nazieliteschule spielt.
Hinzu kommt noch (und hier wird's dann komisch), dass man auch denken könnte, es handle sich bei der Beziehung zwischen den zwei Hauptdarstellern, um eine homoerotische. Das an sich wäre nicht komisch, ist aber nicht beabsichtigt. Aber Licht und und Szenen lassen ständig an eine verzweifelte Liebesgeschichte erinnern. Frisuren und Körper tuen ihr übriges. Und das nicht erklären der Charaktere und ihrer Beziehung ist auch nicht gerade hilfreich. So ist Napola ein Film voller unbeabsichtigter Andeutungen, der lächlich wirkt und den man nicht erstnehmen kann und auch nicht sollte.
Ein Beispiel sei genannt:
Friedrich und Albrecht brechen auf, um heimlich durch ein Fenster ein Mädchen beim Ausziehen zu beobachten. Gegenseitig helfen sie sich (per Räuberleiter) damit sie nacheinander durch das hoch liegende Fenster sehen können. Danach, behaupten beide nichts gesehen zu haben, obwohl dies nicht der Fall war. Zurück in ihrer Stube liegen noch beide breit grinsend in ihren Betten und schauen sich an.
Albrecht: Woran hast du denn gemerkt, dass sie da war? (Albrecht hatte zuerst durchs Fenster gesehen.)
Friedrich: Du hast auf einmal aufgehört zu Atmen.











Aufgehört zu Atmen... Ach so.









PS.: Übrigens: Das traurige Schicksal von Nazijungen ist mir egal.

Samstag, 26. Mai 2007

Apocalypto



Noch tönt die Abspannmusik von Mel Gibsons Apocalypto, einem äußerst beeindruckenden Film und wieder ärgere ich mich, einen Film im Kino verpasst zu haben. Höchstwahrscheinlich werde ich nie wieder den Einzug in eine Maya-Metropole erleben oder die furiosen Verfolgungsjagden durch Jungle und Wasser, denn die gibt es jetzt schon und wahrscheinlich perfekt umgesetzt.
Keine Ahnung wie es um die historische Genauigkeit bestellt ist, aber die einfache Geschichte (Mann rettet seine Frau und seine Kinder nachdem er in Gefangenschaft geraten ist) zieht auch zu Mayazeiten und weiß um so mehr zu bestechen, denn trotz Untertitelungen und digitaler Bildästetik fesselt der Film durch eine detaillierte Austattung, Maske und eine packende Dramaturgie. Und ja, auch die Darsteller sind spitze.
Sicherlich darf man sich auch an Breaveheart erinnert fühlen, was Gewalt und die Stilisierung des Helden angeht.
Ach, wäre Mel Gibson nicht so ein Penner...man könnte den Film sogar richtig gut finden, aber so bleibt ein ungutes Gefühl und noch mehr Ärger auf Mel Gibson, denn hier hat er einen wirklich tollen Film verbrochen.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Krankes Geld

Wie wäre es, wenn das Geld in unseren Händen einfach zerfallen würde wie Sand. Oh, ist ja schon mal passiert. Was wäre, wenn das Geld krank wäre? Wenn niemand mehr etwas kaufen könnte? Was würde wohl passieren?

Freitag, 20. April 2007

SIE LEBEN

In nächster Zeit wird es hier ein paar Texte und vielleicht auch Videos zu meinem neuen Projekt geben.
Es wir "Sie leben" heißen und soll auf eine Adaption des John Carpenter Films "Sie leben" hinauslaufen. Zur Einstimmung hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Film:

Mittwoch, 18. April 2007

INLAND EMPIRE

In einer Woche ist es soweit, der neue David Lynch Film Inland Empire startet in Deutschland. Viel kann man ja noch nicht sagen, bevor man ihn gesehen hat, aber man kann sich freuen.
Denn dieser Film ist fast ohne Fremdfinanzierung entstanden und auf einem Format namens MiniDV. Also eigentlich so, wie viele andere "Amateure" und auch ich meine Filme mache. Lynch bewahrte sich so seine künstlerische Freiheit und das entstandene Werk läuft jetzt sogar im Kino. (Das bedeutet, dass der Film einen Verleih gefunden hat. Terry Gilliams letzter Film hatte nicht so viel Glück).
Es gleicht einer kleinen Revolution, was Lynch, als "großer Regisseur" gemacht (geschafft) hat, und macht allen "kleineren Filmemachern" Mut, ihren eigenen Weg gehen zu können und es vielleicht trotzdem auf die große Leinwand zu schaffen.

Start: 26.04

Dienstag, 17. April 2007

300 animiert durch 0

300

Eigentlich wollte ich mir 300 ja entgehen lassen, aber es kommt eben immer anders, als man denkt.
Viel Kritik musste Zack Snyders Film einstecke: Irakkrieg, Naziästhetik usw., doch eigentlich ist er einfach nur langweilig. Sicher schaut man sich die ein oder andere Kampfszene gern an, aber man fragt sich doch: Warum das alles? Man leidet nicht mit den Spartanern, sind sie doch zum Kämpfen und Sterben, durch eine unmenschliche Ausbildung, gemacht worden. Und für was kämpfen sie? Griechenland. Ehre. Ruhm. Nichts davon sieht man im Film oder wäre interessant.
Es reicht eben nicht einfach Bilder aus einem Comic zu nehmen, wenn die Geschichte zu nicht viel taugt.
Außerdem besagt eine weiser Spruch, ein Held im Film ist immer nur so gut wie sein Gegner. Naja, und die sind alle lächerlich. Leider...so sehr, dass man fast schon Mitleid hat.
Was allerdings auffällt ist, dass Spartaner gern Behinderte und Schwule zu ihren Gegnern haben, wo wir wieder bei den Nazis wären. Doch bevor es all zu polemisch wird, beende ich diesen Eintrag, mit einem weiteren Schwachpunkt des Films: Animiertes Blut sieht immer scheiße aus und in 300 ist jeder Tropfen (und nicht nur die Tropfen) animiert.

Montag, 2. April 2007

Die fabelhafte Welt der Geum-ja Lee

so kurz, vor dem schlafen gehen, hier noch ein Video-Tipp:

Lady Vengeance (Chinjeolhan geumjassi)

Hab mich wahnsinnig geärgert, den im Kino verpasst zu haben.
Vom Erzählstil der fabelhaften Welt der Amelie sehr ähnlich, aber inhaltlich etwas anders...

Lustig, gemein, traurig...es ist alles dabei. Anschauen!



und wer dann noch nicht genug hat, gleich Oldboy hinterher.

Donnerstag, 8. März 2007

Apfel ist nicht gleich Apfel

Nachdem ich heut feststellen musste, dass Microsoft Word für Pc nicht identisch mit Microsoft Word für Mac ist (auf näheres will ich nicht eingehen (alles noch mal machen)) besann ich mich eines anderen Apfels oder besser einer gewissen Fiona Apple.
Schönes Lied schönes Video (von P.T. Anderson (Magnolia))

Sonntag, 4. März 2007

Der Schrei

...ist schon vor einer ganzen Weile entstanden und jetzt erst fertig geworden.
Dank an Micha und Flo.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Todsein

Hier mein neuster Kurzfilm, mit dem ich mich ehrlich gesagt nicht so ganz wohl fühle. Denn es ist eigentlich kein Film, sondern eine Betrachtung einer Person und Teil eines Spielfilms, der noch nicht umgesetzt ist.
Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und danke allen Beteiligten!



Rocky Balboa (6)

Im neuen und letzten Rocky-Teil geht es in zwei dritteln des Films eigentlich nicht ums Boxen und das ist auch gut so. Dazu aber später mehr.
Im Grunde erinnert mich der sechste Rocky-Film total an den ersten. Der Aufbau ist ähnlich und es gibt ne Menge Szenenanalogien, (z. B. einen Kuss im Unterhemd im Türrahmen) und auch Rückblenden. Auch Rocky ist zu einem ehr rückwärts gewandten Menschen geworden. Er führt ein kleines italienisches Restaurant mit mexikanischen Köchen, in dem er den Gästen alte Boxgeschichten erzählt. Er lebt immer noch in seinem Viertel, dass aber jetzt noch heruntergekommener scheint. Aber was wohl am tragischsten ist und auch die Geschichte bestimmt, ist, dass Adrian gestorben ist. Und so beginnt und endet der Film an Adrians Grab.
Rocky ist allein, sein Sohn will nur noch ungern etwas mit seinem berühmten Vater zu tun haben und Pauli ist von Rockys Hängen an der Vergangenheit angenervt. Also geht es für Rocky wieder darum sich selbst zu finden, (oder es sich zu beweisen). Was würde sich dazu mehr eigenen, als wieder zu boxen. Doch selbst seine Boxlizenz, will man ihm anfangs verweigern. Natürlich kommt es trotzdem zum großen Kampf gegen den ungeschlagenen, jungen Schwergewichtsweltmeister Mason Dixon. Dixon ist, wie das Schwergewichtsboxen unbeliebt geworden, denn es gibt keine guten Boxer mehr und so auch keine guten Kämpfe. Alles dreht sich ums Geld, da kommen die Boxabsichten des Boxers mit Herz, natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt.
Rocky Balboa ist ein guter Film. Es ist wichtig das zu sagen, denn sechste Teile sind meistens nicht wirklich besser als fünfte, vierte, dritte usw. Dieser schon. Es gibt wirklich viele Charaktere auf die eingegangen wird und eine gute Geschichte (natürlich eine Verlierergeschichte) die erzählt wird. Außerdem hat sich eins nicht geändert: Man mag Rocky einfach und freut man sich im ersten Teil über sein errungenes Liebes- und Boxerglück, so leidet man hier mit ihm. Diesem einfach Typen mit dem Herz am richtigen Fleck, (ich weiß, ich wiederhole mich).
Doch der Film hat genau zwei Schwäche: eine schlechte Trainingssequenz und einen wirklich ärgerlich montierten Schlusskampf, der wohl allein vom allgegenwärtigen Sponsor HBO geschnitten und inszeniert wurde. Aber die Boxkämpfe waren ja in allen Rockyfilmen eh immer ehr schlecht, zumindest was das boxerische angeht (Rocky ist wohl der einzigste Schwergewichtsboxer, der noch nie was von Deckung gehört hat.
Aber darum geht es ja auch nicht bei Rocky.

Sonntag, 11. Februar 2007

Rocky

Zum Start des neuen Rocky Films, hier eine Erinnerung an den ersten Rocky Teil.
Rocky Balboa ist ein abgehalfterter Boxer der in Ghetto von Philadelphia wohnt und sich sein Geld als Geldeintreiber und Amateurboxer verdient. Dass er aus seinem Leben nichts gemacht hat, weiß er selbst und bekommt es auch von jedem zu hören. Sein einziger Lichtblick sind die Besuche bei Adrien, der Schwester seines besten Kumpels , welche in einem Zoogeschäft arbeitet. Doch für Rocky wendet sich das Blatt, als er die Chance bekommt gegen den Schwergewichtsweltmeisters Apollo Creed um den Titel zu kämpfen und mit der schüchterne Adrian zusammen kommt.

Warum ich den Film so mag, soll dies hier(meine Lieblingsszene) zeigen:



Rocky will es sich selber beweisen. Das mag altmodisch sein, aber so ist auch Rocky, der weiß, dass er dumm ist und nichts kann außer boxen, aber das Herz an der "richtigen" Stelle hat. Man muss ihn und seine Unbeholfenheit einfach mögen.
Über die letzten Szene des Films wird im allgemeinen gern gelacht. Was ich überhaupt nicht verstehen kann. Lachen wird auch nur der, der nicht verstanden hat, worum es Rocky geht und genau, wie alle anderen im Film, Rocky nichts zutraut und ihn als Niemand und Idioten abstempelt. Menschen die nicht verstehen können, dass Rocky eben nur für sich etwas großen geschafft hat und jemanden gefunden hat, mit dem er dies teilen kann: Adrien.



Ich verneige mich vor diesem großen Film und freue mich heut Abend, (nach unzähligen schlechten Rocky Teilen) hoffentlich mal wieder einen guten zu sehen.

Dienstag, 6. Februar 2007

Eine Frau mit zwei Kindern und rotem Kleid in der Wüste

"...wo ich dir all das sagen kann, für dass sie hier keine Worte haben."

Es gibt höchstwahrscheinlich nicht mehr viel über Babel zu sagen. Ein großartiger Film, wenn auch einiges nicht hätte sein müssen. Aber am Ende sind es eben doch die Bilder die im Kino (er)zählen und von denen hat Babel eben nur großartige zu bieten.
Doch die Frage, warum denn alles so groß aussehen muss, wenn es doch um so sehr persönliche Schicksale geht, sollte gestellt werden.

Samstag, 3. Februar 2007

Was es ist...

"Der Tod ist eine Krankheit"
Was ist das Leben?

Vorab, es geht hier um den Film The Fountain. Einen Film der eigentlich durchgehend schlecht bis vernichtend von der Kritik besprochen wurde.
Dies ist der neuste Film von Darren Aronofsky, der sich mit Pi und Requiem for a Dream nicht gerade blamiert hat. Sollte er so deneben liegen und ne absolute "Gurke" produziert haben.
Natürlich nicht.
Es gibt in The Fountain drei Geschichten in drei Zeiten, in denen eigentlich auch das selbe passiert. Natürlich nicht ganz. Aber ich sehe schon, dass ich mit dem purem Erzählen der Handlung nicht weiter komme.
Also, es geht um einem Mann, der nicht will, dass seine Frau stirbt. Wenn man von den Zeitebenen absieht (denn dann gibt es sogar einen durchgehenden Handlungsstrang), erobert er sie in der Vergangenheit (16. Jh.), verliert sie in der Gegenwart und versucht sie in der Zukunft (~2500)wieder zu beleben.
Dies alles wird besonders im Erzählstrang, der in der Gegenwart spielt, sehr nah und berührend gezeigt und gespielt. Jedes Bild ist groß und nah zugleich.
Die Botschaft des Films ist eine ganz simple: Man muss sterben.
Was es dagegen bedeutet, bis zum letzten zu kämpfen, zeigt uns dieser Film, indem der Protagonist nicht für sich die Unsterblichkeit sucht, sondern für seine Geliebte. Seine Suche wird zu einem Wahn, der erst mit seinem eigenen Tod endet. Er überlebt dabei alle Menschen, da er "den Baum des ewigen Lebens" gefunden hat und treibt allein durchs All, dem ersehnten Neuanfang entgegen. Aber auch ein Baum muss irgendwann sterben...

Auch wenn man mit der Geschichte vielleicht nichts anfangen kann oder will, lohnt es sich den Film wegen der vielen visuellen Ideen und dem wirklich tollen Hugh Jackman
anzuschauen.

Beim ersten Mal...

Ja, mein erster Blog. Worum es hier gehen soll:

- kurze Filmbesprechungen
- allerlei Obskures
- Was fürs Auge
- Was aufs Auge


und hier gleich mal ein erstes Video, dass die Gegend vorstellt in der ich lebe.