Dienstag, 17. Juli 2007

Überwachung

Sehr zufällig fiel mir der Film The Conversation von Francis Ford Coppola in die Hände. Wie passend dachte ich, als ich mich über den Inhalt informierte: Es geht um Überwachung und um Angst: Angst vor Überwachung, Angst vor den Folgen der Überwachung, Angst vor Fehlinterpretation der Überwachung. All diese Ängste hat der Hauptcharakter des Films aufzustehen, obwohl er selbst als ein Spezialist in Sachen Überwachung gilt.
Ein Film aus dem Jahr 1974 den Coppola auch selbst verfasste.
Nach einer langen Schaffespause meldet er sich voraussichtlich dieses Jahr mit Youth Without Youth nun wieder als "Autorenfilmer" zurück. Im Gepäck hat er Bruno Ganz und Tim Roth sowie Hitlers Sekretärin Alexandra Maria Lara. Ob er an alte Zeiten anknüpfen wird bleibt abzuwarten.
The Conversation ist ein spannender und auch technisch sehr interessant gestalteter Film, weil er es schafft so viele Nuancen des Themas aufzugreifen.

Unbedingt anschauen!

Donnerstag, 12. Juli 2007

Hollywoodland


"George, kein Mensch will irgendwann später mal glücklich sein. Sag mir was du dir wünscht, dann sollst du es haben."



Es gibt Menschen, die haben Träume und wissen, dass sie sich nie erfüllen werden. Andere haben keine Träume. Wieder andere tun alles, um sich ihre Träume zu erfüllen. Nicht immer bringt ihr Weg sie ans Ziel.

Hollywoodland ist ein schöner getragener Film, der Längen nicht scheut, Klischees benutzt, um sie auflaufen zu lassen, um uns drei Menschen zu zeigen, die etwas sein wollen, was sie nicht sind oder etwas sind, was sie nicht sein wollen.
Ben Affleck war selten so gut besetzt, Diane Lane glänzte immer besonders gut, wenn es um das älter werden ihrer zu spielenden Charaktere geht, nur Adrien Brody's Rolle wirkt seltsam unglaubwürdig...aber auch das passt irgendwie.
Auch wenn man am Ende ohne Antworten sitzen bleibt, wird einem Hollywoodland als trauriger Film in Erinnerung bleiben. Als ein Blick hinter die Masken und Kostüme, die man sich aus Angst und Schwäche überstülpt und die man dann unter Umständen nie oder zu spät versucht wieder anzustreifen.

Samstag, 7. Juli 2007

The Good German

Tully: Die werden aber nicht das ganze Land vor Gericht stellen?
Geismer: Sollten sie das nicht?

Der gute Deutsche.
Natürlich hab ich mich, bevor ich diesen Film gesehen habe gefragt, warum er denn so heißt.
War ich beim ersten schauen im Kino noch vollkommen von den Bildern und dem wunderbaren Licht berauscht und konnte den Wirrungen der Handlung nicht recht folgen, so hat das zweite Mal (auf DVD) doch Klarheit geschafft.
Der gute Deutsche, ist in diesem Film der, der Naziverbrechen eines berühmten deutschen Wissenschaftlers aufdecken will. Das Problem: Dies ist nicht im Interesse der Alliierten, die in Potsdam 1945 gerade über die Zukunft Europas entscheiden.
Jeder verfolgt in diesem Film seine eigenen Interessen, was dabei auf der Strecke bleibt...sind eben jene Verbrechen und nicht die Verbrecher, die entweder von Nutzen für die Allierten, oder schlau genug sind, sich aus dem Staub zu machen.

Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film.

Tully: Berlin hat so viel zu bieten, da sollen sie doch nichts verpassen solange sie hier sind.

Dienstag, 3. Juli 2007

dunkelblaufastschwarz

Man kann sich hervorragend darüber streiten, ob etwas, (zum Beispiel ein Anzug) dunkelblau oder schwarz ist. Die Meinungen darüber, werden sich so schnell ändern, wie das Licht, welches auf das Objekt fällt.
Vielleicht sollte man sich, anstatt sich auf etwas festlegen zu wollen, auf den Bereich dazwischen konzentrieren. Der Bereich der dunkelblau, fast schwarz ist.

Ein wahrlich schöner Film, den man nicht verpassen sollte.
Hier zur Einstimmung die ersten Minuten: