Sonntag, 14. Dezember 2008

Tintenherz, Der Tag, an dem die Erde stillstand














Tintenherz

Jugendbuchverfilmung von Cornelia Funkes ersten Teil der Tinten-Trilogie, welche sich um ein Mädchen und ihren Vater dreht, die etwas oder jemanden aus Büchern heraus oder hinein lesen können.
Vergisst man das Buch, ist Tintenherz ein kurzweiliger, spannender, witziger Film mit tollen Figuren...allerdings, ohne Herz und zu schnell vorbei um Sympathien entstehen zu lassen.

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Remake des 1951 entstandenen Science Fiction Klassikers, welches sich um einen Außerirdischen dreht, der auf die Erde gekommen ist, um sie von den Menschen, die sie zerstören, zu befreien.
Über weite Strecken des Films hofft man, dass er noch gut werden könnte, das man etwas aus dieser interessanten Geschichte macht, aber man wird enttäuscht.

Die Menschen werden nicht von Angesicht der Erde getilgt, weil sie sich ändern können (wie, oder durch was, ist natürlich egal), allerdings erst kurz vor dem Untergang.
Hatte das Original noch eine pazifistische Botschaft kommt dieser hier mit einer Generalausrede daher…und Darstellern, denen man den Tod wirklich wünscht.

Dienstag, 4. November 2008

Nordwand







Beeindruckend, wie ein "großer" deutschen Film auch sein kann: Nervenzerreißend, technisch perfekt und dazu noch stimmig.
Die zwei Freunde Toni Kurz und Andi Hinterstoisser wollen im Sommer 1936 die Eiger Nordwand erklimmen. Ihnen gleich tut dies noch ein anderes Duo. Unfälle und das Wetter machen ihr Unternehmen zu einer Tortur mit tragischem Ausgang.
Zu kritisieren gibt es die etwas hölzernen Dialoge und die nicht besonders gelungene Nachsychonisierung. Was mich aber wirklich ärgert sind die Pressestimmen, denen nichts anderes einfällt, als über das Fehlen der Außeinandersetzung mit der deutschen (Nazi-) Vergangenheit zu mosern. Dabei versteht es der Film ganz gut damit umzugehen: Die Nazis bleiben im Tal und im Berg wird geklettert. Wem das zu simpel ist, sollte sich keine Bergsteigerfilme anschauen.
Dieser hier ist nämlich wirklich beeindruckend umgedsetzt und ein besonderes Kinoerlebniss. Besonders die zweite Hälfte des Films, die aus Berg, Wind und Mann besteht ist der reine Wahnsinn und nichts für schwache Nerven.
Ein Bergsteigerfilm - kein Nazifilm. Zum Glück!

Freitag, 17. Oktober 2008

Krabat

Bitte ignoriert diesen Film. Lest das Buch oder hört das Hörbuch von Otfried Preußler.

Fern Sehen

Erst das Kino jetzt das Fernsehen. Tja, einen Fernsehpreis würde ich auch nicht annehmen...oder doch? Naja, aber das alte Argument, dass es die Zuschauer ja anschauen und ja nur das bekommen, was sie wollen, hat sich natürlich auch jemand vom Marketing ausgedacht, der ja nichts anderes versucht, als genau das zu erreichen: Es so vielen wie möglich recht machen, mit so wenig wie möglich Einsatz. In der BWL heißt das dann Gewinnmaximierung und was dabei rauskommt ist Quatsch.
Es geht weder um Quote noch um Qualität im deutschen Fernsehen, sonder es geht darum Geld zu verdienen. Gute Produktionen kann man an einer Hand abzählen der Rest ist Degeto.
Deutsche Produktionsfirmen, Drehbuchautoren, Schauspieler und Regisseure können sich dicke Scheiben von ihren amerikanischen Kollegen abschneiden, die es uns seit Jahres vormachen und bei kleinen und großen Produktionen ein erstaunliches Niveau erreicht haben.
Fernsehen kann gut sein, kann qualitativ hochwertig sein, aber das erfordert Mut und vollen Einsatz von allen Film- und Fernsehschaffenden.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Niemand braucht Filme

Zur großen Diskussion, wer denn nun für seinen Film Fördergelder erhalten soll und wer nicht, kann ich eigentlich nur sagen:
1. Wer Kunst machen will, brauch bestimmt keine Fördergelder dafür. (Fast) jeder kann und sollte Filme machen.
2. Die Fördergelder werden ja nicht zum Spaß vergeben und sind ja auch keine Geschenke. Der Staat will dafür was zurück. Wenn man also" radikale" Filme machen will, sollte man doch auf Fördergelder verzichten.
3. Niemand brauch Film und niemand sollte darüber entscheiden welche Filme gebraucht werden.

Lars und die Frauen










Unerwartet, leise und heimlich, aber unglaublich stark schleicht sich ein neuer Film in die Liste meiner Lieblingsfilme: Lars und die Frauen. Ein Film über einen scheuen jungen Mann, der sich mit Hilfe einer Puppe, die er zu seiner Freundin erklärt, aus seiner Isolation befreien will. Dies gönnen ihm alle in diesem Film und spielen das "Puppenspiel" mit. Unglaublich schön ist dieser Film und Lars' Befreiungsversuch herzzerreißend komisch und er lehrt uns, dass das normale am Leben für manch einen unglaublich schwer zu erreichen ist und im Ungewöhlichen seinen Ausdruck findet. Ryan Goslings Darstellung des Lars und das restliche Schaispielerensamble haben mich tief berührt. Danke.

Sonntag, 28. September 2008

Paul Newman

Paul Newman starb vor 2 Tagen.
Ich weiß eigentlich nicht was ich schreiben soll oder kann, deswegen hier der Trailer, einer meiner absoluten Lieblingsfilme: Nobodys Fool

Montag, 8. September 2008

Dunkle Ritter & Das mo(r)derne Russland









The Dark Knight


Der Rächer im schwarzen Ganzkörperlederanzug ist wieder zurück.
Es ist Batman und er ist seiner Rolle müde geworden. Batman-Doppelgänger "erschweren" ihm die Arbeit und durch das Auftauchen des unberechenbaren Jokers versinkt die Stadt im Chaos.
Im neuen Batman geht es ans Eingemachte, Batman stellt sich endlich der Frage wer er ist und
endet als verfolgter Verbrecher, der nicht nur seinen Ruf, sondern auch seine ewige Geliebte
verloren hat. Der Abgrund hinter Christian Bales Augen ist tief und unergründlich. Vor diesem
Abgrund spielt der Joker seine Karten in einer schlechten Welt ohne Sinn aus und führt den
Helden und die Welt vor.
Clown, Hofnarr oder Joker halten der Welt den Spiegel vor und wir sehen sie zerstört und vernarbt unter einem schlecht geschminkten aber breiten Lachen - Ein Superheld wird die Welt nicht retten.


Wanted

Wanted ist kein tiefgründiger Film, auch wenn er uns die Selbstsuche des Protagonisten vorgaukeln mag. Wie Transformers ist er ein absolut zerstörerischer Film mit sehr fragwürdiger Moral. Anders als bei Batman ist die Zahl der Toten die durch den Kollateralschaden der Protagonisten ums Leben kommen vollkommen irrelevant. Hier wird für den Effekt getötet, gesprengt und gefoltert. Das alles natürlich für eine bessere Welt. Ob die russische Regierung bei der Drehbuchentwicklung ihre Finger mit im Spiel hatte, weiß ich nicht, aber eins ist klar Morgen Freeman, Schreckgespenst Angelina Jolie, der raue Flüsterdeutsche Thomas Kretschmann und James McAvoy haben sich wohl ehr die Summe der Gage auf ihren Verträgen angeschaut als das Intelligenz- und menschenverachtende Drehbuch.
Wenn Webstühle Morde befehlen...

Räuber, Poppy, Mongole & Heirat





Räuber Kneissl


Ein Räuberdrama im historischen Bayern. Regisseur Rosenmüller inszeniert hier großartig die Lebensgeschichte des Mathias Kneissl, der mehr aus Hunger und Armut stielt, als aus Habsucht und mit seiner Geliebten nach Amerika fliehen will, um seinen Ruf und die Enge seiner Heimat hinter sich lassen zu können.
Bayrisch, ohne Untertitel.

happy-go-lucky

Happy-Go-Lucky ist ehrlich ein schöner Film. Ein Ausschnitt aus dem Leben einer quicklebendigen Grundschullehrerin, in dem sich eben nicht alles mit Humor nehmen lässt.
Poppy ist der Name der Heldin dieses Films, den man getrost anschauen kann, auch wenn es weder großes Drama noch einen Clou gibt.


Der Mongole

Die Lebensgeschichte des Dschingis Khan wird hier in großartigen Bildern erzählt. Leider gelingt es nicht die einzelnen Abschnitte des Lebens vernünftig zu verknüpfen, sodass man trotz der äußerst bewegenden Lebensgeschichte des Dschingis Khan distanziert bleibt, was das monumentale Werk zu einer Aneinanderreihung von Ereignissen werden lässt.

Married Life

Liebe, Leidenschaft, Heirat und Glück, an diesen Säulen des Lebens wird hier kräftig
gerüttelt, auch wenn das Tempo des Films immer betont langsam ist, die Dialoge zweideutig und
die Zeit in der der er spielt längst vergangen ist. Harry Allen will seine Frau für die junge attraktive Kay verlassen und weiht nur seinen besten Freund Richard in sein Vorhaben ein, der sich daraufhin ebenfalls in Kay verliebt.
Auch wenn heute Beziehungskonflikte offener ausgetragen werden und das individuelle Glück meist über dem gemeinsamen steht, ist der Wunsch nach einer lebenslangen Beziehung, einer
lebenslangen Liebe immernoch vorhanden und um die schwierige Erfüllung dieses Wunsches geht es in Married Life.

Mittwoch, 25. Juni 2008







Brügge sehen...und sterben?


Zwei Gangster werden von ihrem Boss nach Brügge geschickt, als dieser dann in Brügge auftaucht, ist es mit der belgischen Beschaulichkeit vorbei.
Zwiespältig sind Figuren und Handlung und gerade das macht Spaß. Drama trifft Gangsterkomödie in Brügge, Gossensprache trift Brügge und Colin Ferrell und Ralpf Finnes drehen zusammen einen Gangsterfilm in Brügge. Brügge sehen...und sterben? ist vielleicht der Versuch eines neuen Genremixes, indem geschickt zwischen Humor und Drama hin und her geschwenkt wird. Dies geschieht in einem Genre, das sich entweder zu erst oder überhaupt nicht ernst nimmt.
Hier wird über alles und jeden gelacht und doch steckt hinter jedem Lacher ein Drama.
Die starken Hauptdarsteller tragen diesen Film auf leichten Schultern und das Buch weiß zu überraschen, was will man mehr.
Drei Gangster und ein Zwerg in Brügge

The Happening

Etwas Unerklärliches bringt die Menschen dazu sich selbst umzubringen. Auf der Flucht vor den Geschehnissen begleiten wir eine Gruppe von Menschen, die nach und nach dezimiert wird.
Die Bedrohung ist unsichtbar und überall, da sie wahrscheinlich von der Natur hervorgerufen wird. Ein Szenario, das katastrophaler wohl nicht sein könnte. Spannend ist die Flucht und ergreifend die Selbstmorde und Morde die geschehen. Der Hauptdarsteller in seiner Unbeholfenheit allerdings nicht glaubhaft, genau wie seine Partnerin.
Dem Film sieht man, dass für einen Katastrophenfilm geringe Budget an und auch wenn die Darsteller den Film nicht mit der nötigen Emotion füllen können, hält einen dieses Schreckensszenario im Bann.
Was wäre wenn...und was kann uns retten..?

Donnerstag, 12. Juni 2008

Indy, 2 Morde & Abgedreht











Indiana Jones 4


Er ist zurück.
Kritisieren kann man viel, vor allem, dass man überhaupt nicht daran gedacht hat eine Geschichte zu erzählen, dass das mystische und rätselhafte fehlt und so weiter. Doch der Film ist ganz OK, witzig und reich an Action.
"...es gehört in ein Museum!"
"Da gehören sie auch hin."

Cassandras Traum

Zwei Brüder in Geldnot töten im Auftrag ihres Onkels einen Menschen.
Schuld und Sühne-Thriller, der irgendwie nicht zündet. Alle Zutaten stimmen, doch die Suppe will nicht perfekt schmecken. Essen bzw. schauen kann man Cassandras Traum trotzdem.
Ehr interessant als spannend...

1 Mord für 2

Ein Autor und ein Schauspieler liefern sich ein "Duell" um eine Frau. Kammerspiel mit zwei Darstellern, dass ähnlich ausgedacht wirkt wie Cassandras Traum. Ein Psycho-Spiel, dem man die Theater-Vorlage noch zu sehr anmerkt.
Ehr interessant als spannend...


Abgedreht

Weil in ihrer Videothek alle Videos gelöscht wurden beschließen ein Videothekar und sein Kumpel die Filme selbst nachzudrehen.
Eine schöne, nette Geschichte voller Phantasie und mit vielen liebevollen Ideen.
Feel-Good-Movie

Dienstag, 22. April 2008

Zwei Entscheidungen

Tödliche Entscheidung











Zwei Brüder in Geldnot beschließen das elterliche Juweliergeschäft auszurauben.
Gut erzählt, gut gespielt und an Dramatik kaum zu überbieten. Ein Film der sich bis ins Wahnsinnige steigert.


Eine fatale Entscheidung












Ein junger Polizist und eine alkoholabhängige Kommissarin ermitteln in einem Serienmordfall.
Äußerst realistisch, aber nicht dokumentarisch erzählter Krimi, der besonderen Wert auf den Ermittlugsalltag und die Charakteren der Protagonisten legt.
Nathalie Baye spielt grandios bis zum letzten und phantastischen Schlussbild.
Link zum ausführlichen Interview des Regisseurs im Pressematerial

Montag, 18. Februar 2008

Leergut/John Rambo /Sweeny Todd









Leergut

Ein alter Mann kann sich einfach nicht zur Ruhe setzen. Er kündigt seinen Job als Lehrer, um erst als Fahrradkurier und schließlich in einer Leergutannahme zu arbeiten. Nebenbei verkuppeln er fleißig seine Mitmenschen. Seine Frau bleibt dabei allerdings auf der Strecke.
Witzig, nachdenklich und ein wenig skurril.

John Rambo

Flitzebogen, MG, Messer und Stirnband. John Rambo.
Haltet eure Körperteile fest! Er ist zurück.


Sweeny Todd- Der Teuflische Barbier aus der Fleet Street

Der Barbier Sweeny Todd kommt nach Jahren nach London zurück und rächt sich an seinem Widersacher, der ihm vor Jahren Frau und Kind genommen hat.
Endlich mal wieder ein blutiger und düsterer Film von Tim Burton. Schade, dass es ein Musical ist. Aber das Schlussbild ist eines der besten der Filmgeschichte und auch das Rasurduell gegen "AliG, Borat" ist unglaublich.
Traue niemals einem singenden Frisör.

There will be blood














Vor nicht allzu langer Zeit warf irgendjemand einmal, mit einem unglaublichen Schwung an Egoismus Macht, Glauben und Freiheit in einen Topf und der American Way Of Life war entstanden.There Will Be Blood erzählt die (eine) Geschichte dieser Entstehung.
Es geht um einen Dorfprediger und einen Goldgräber und wie sie zum Radioprediger bzw. Ölmogul wurden.
Paul Thomas Andersons Film sticht nicht nur tief ins amerikanische Herz, sondern auch in das des Kapitalismus und sein Selbstverständnis mit Macht und Freiheit umzugehen, als wären sie miteinander verbunden oder das selbe.
Ein wahrlich großer Film, der schwer zu greifen ist. Sehr schade, dass den Kritikern zum Film oft nicht mehr einfällt, als dass er toll inszeniert ist und tolle Darsteller zeigt. Doch in There will be Blood geht es um etwas und der Titel verrät es uns. Er spricht von unserer Gegenwart und der Film erzählt, wie es soweit kommen konnte. There will be blood erzählt vom Anfang.
Ein Film, bei dem man darüber nachdenken sollte, warum er so beeindruckend ist.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Cloverfield/Into the Wild














Cloverfield

New York wird von einem Monster angegriffen und der Zuschauer ist per Videoaufnahme eines Beteiligten mit dabei. Leider sieht man alles viel zu wenig und es geht auch alles viel zu schnell. Das ist Konzept das Films und leider will ich, wenn ich mir schon einen Monsterfilm ansehe, mehr sehen. Mehr Monster und mehr Zerstörung. Die "schlechte" Qualität der Bilder können weder die Protagonisten noch die Geschichte auffangen.
Lieber 'nen alten Gozilla-Film oder den original King Kong anschauen.

Into the Wild

Ein junger Mann verabschiedet sich von seinem bürgerlichen Leben, um in und mit der Natur zu leben. Er reist durch Amerika, lernt verschiedene Menschen kennen und stirbt schließlich allein in einem alten Bus in Alaska. Ein sehr langer Film. Ein wenig Kitsch. Ein sehr guter Hauptdarsteller und tolle Bilder. Viel alte Weisheit und Zeit darüber nachzudenken. Aussteigen ist nicht jedermanns Sache, aber sich dafür Zeit zu nehmen, um sich auf sich zu besinnen, das sollte jedermanns Sache sein.

Dienstag, 29. Januar 2008

Eastern Promises/Tödliche Versprechen

Eastern Promises ist der neue Film von David Cronenberg und er ist ziemlich gut.
Wie schon bei seinem vorherigen Film A History Of Violence handelt es sich um eine "Gangster-/Familiengeschichte", um die Frage nach Identität und Gewalt. Was neu ist: Herr Cronenberg bemüht sich um das Mitgefühl des Zuschauers.
Ausganspunkt ist das Schicksal einer jungen Russin, die mit falschen Versprechungen nach Groß Brittanien gelockt wird und dort zur Prostitution gezwungen wird. Noch in der Anfangssequenz stirbt sie und hinterlässt nicht nur ein Baby und ein Tagebuch, sondern bleibt dem Zuschauer auch als Stimme aus dem OFF erhalten.
Im folgenden kollidieren die Bemühungen einer jungen Ärztin dem Neugeborenen zu helfen, mit den Interessen eines russischen Gangsterbosses, der die Geheimnisse des Tagebuchs sicher wissen will. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und zwei Einzelschicksale. Ne Menge für einen Film der dazu auch noch extrem gut choreografiertet Actionszenen enthält.
Was zu sagen bleibt: Anschauen! Cronenbergs (bester) Film und auch Massentauglichster. Dies ist nicht negativ gemeint, denn so werden ein paar mehr Menschen sehen, was er für ein virtuoser Regisseur ist.
Zuletzt müssen noch die Schauspieler gelobt und erwähnt werden: Watts, Mortensen, Cassel und Mueller-Stahl. Alle sind sie toll.

Mittwoch, 16. Januar 2008

4 x Kino

Control

Es geht um das kurze Leben des Joy Division Sägers Ian Curtis, der sich mit 23 Jahren das Leben nahm. Trotz toller Hauptdarstellerr bleibt die Geschichte kühl, was vor allem an der Inszenierung des Regisseurs (Anton Corbijn) liegt. Wie in seinen Videoclips ist die Kamera distanziert und lässt den Zuschauer außen vor, was bei der emotionalen Geschichte, die hier erzählt wird, leider ungünstig ist, dazu kommt noch, dass die Motive des Handelns von Ian Curtis schwammig bleiben.
Man erfährt wenig, sieht aber tolle Schauspieler und Bilder...hört gute Musik

Darjeeling Limited
Drei Brüder begeben sich auf einen Selbstfindungstrip nach Indien. Sie reisen mit dem Zug.
Es ist wohl der kantigste und unrundeste aller Wes Anderson Filme und trotzdem muss man ihn gesehen haben, weil es in naher Zukunft schon eine Zeit geben wird, wo es solche Filme nicht mehr ins Kino schaffen. Toll ist auch der Kurzfilm, der vor Darjeeling Limited gezeigt wird.
Ein besonderer Film

Elizabeth - Das goldene Königreich
Es gibt nur 2 Gründe sich diesen Film anzuschauen. Die toll beleuchteten Bilder und Cate Blanchett. Ansonsten kann man ihn auch einfach verpassen.
Geschichte(n), dass einem die Haare zu Berge stehen.

I Am Legend
Die Erfahrung lehrt uns: Wenn ein Blockbuster gut anfängt, endet er meisten weniger gut. So auch hier, wo Will Smith, als letzter Mensch im verlassenen New York überleben muss. Leider endet der Film damit, dass er sich durch Unmengen vom Vampiren (Infizierte) prügeln, schießen und sprengen muss um "Legende" zu werden.
Eine Mischung aus Cast Away und Blade