Dienstag, 29. Januar 2008

Eastern Promises/Tödliche Versprechen

Eastern Promises ist der neue Film von David Cronenberg und er ist ziemlich gut.
Wie schon bei seinem vorherigen Film A History Of Violence handelt es sich um eine "Gangster-/Familiengeschichte", um die Frage nach Identität und Gewalt. Was neu ist: Herr Cronenberg bemüht sich um das Mitgefühl des Zuschauers.
Ausganspunkt ist das Schicksal einer jungen Russin, die mit falschen Versprechungen nach Groß Brittanien gelockt wird und dort zur Prostitution gezwungen wird. Noch in der Anfangssequenz stirbt sie und hinterlässt nicht nur ein Baby und ein Tagebuch, sondern bleibt dem Zuschauer auch als Stimme aus dem OFF erhalten.
Im folgenden kollidieren die Bemühungen einer jungen Ärztin dem Neugeborenen zu helfen, mit den Interessen eines russischen Gangsterbosses, der die Geheimnisse des Tagebuchs sicher wissen will. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und zwei Einzelschicksale. Ne Menge für einen Film der dazu auch noch extrem gut choreografiertet Actionszenen enthält.
Was zu sagen bleibt: Anschauen! Cronenbergs (bester) Film und auch Massentauglichster. Dies ist nicht negativ gemeint, denn so werden ein paar mehr Menschen sehen, was er für ein virtuoser Regisseur ist.
Zuletzt müssen noch die Schauspieler gelobt und erwähnt werden: Watts, Mortensen, Cassel und Mueller-Stahl. Alle sind sie toll.

Mittwoch, 16. Januar 2008

4 x Kino

Control

Es geht um das kurze Leben des Joy Division Sägers Ian Curtis, der sich mit 23 Jahren das Leben nahm. Trotz toller Hauptdarstellerr bleibt die Geschichte kühl, was vor allem an der Inszenierung des Regisseurs (Anton Corbijn) liegt. Wie in seinen Videoclips ist die Kamera distanziert und lässt den Zuschauer außen vor, was bei der emotionalen Geschichte, die hier erzählt wird, leider ungünstig ist, dazu kommt noch, dass die Motive des Handelns von Ian Curtis schwammig bleiben.
Man erfährt wenig, sieht aber tolle Schauspieler und Bilder...hört gute Musik

Darjeeling Limited
Drei Brüder begeben sich auf einen Selbstfindungstrip nach Indien. Sie reisen mit dem Zug.
Es ist wohl der kantigste und unrundeste aller Wes Anderson Filme und trotzdem muss man ihn gesehen haben, weil es in naher Zukunft schon eine Zeit geben wird, wo es solche Filme nicht mehr ins Kino schaffen. Toll ist auch der Kurzfilm, der vor Darjeeling Limited gezeigt wird.
Ein besonderer Film

Elizabeth - Das goldene Königreich
Es gibt nur 2 Gründe sich diesen Film anzuschauen. Die toll beleuchteten Bilder und Cate Blanchett. Ansonsten kann man ihn auch einfach verpassen.
Geschichte(n), dass einem die Haare zu Berge stehen.

I Am Legend
Die Erfahrung lehrt uns: Wenn ein Blockbuster gut anfängt, endet er meisten weniger gut. So auch hier, wo Will Smith, als letzter Mensch im verlassenen New York überleben muss. Leider endet der Film damit, dass er sich durch Unmengen vom Vampiren (Infizierte) prügeln, schießen und sprengen muss um "Legende" zu werden.
Eine Mischung aus Cast Away und Blade