Dienstag, 4. November 2008

Nordwand







Beeindruckend, wie ein "großer" deutschen Film auch sein kann: Nervenzerreißend, technisch perfekt und dazu noch stimmig.
Die zwei Freunde Toni Kurz und Andi Hinterstoisser wollen im Sommer 1936 die Eiger Nordwand erklimmen. Ihnen gleich tut dies noch ein anderes Duo. Unfälle und das Wetter machen ihr Unternehmen zu einer Tortur mit tragischem Ausgang.
Zu kritisieren gibt es die etwas hölzernen Dialoge und die nicht besonders gelungene Nachsychonisierung. Was mich aber wirklich ärgert sind die Pressestimmen, denen nichts anderes einfällt, als über das Fehlen der Außeinandersetzung mit der deutschen (Nazi-) Vergangenheit zu mosern. Dabei versteht es der Film ganz gut damit umzugehen: Die Nazis bleiben im Tal und im Berg wird geklettert. Wem das zu simpel ist, sollte sich keine Bergsteigerfilme anschauen.
Dieser hier ist nämlich wirklich beeindruckend umgedsetzt und ein besonderes Kinoerlebniss. Besonders die zweite Hälfte des Films, die aus Berg, Wind und Mann besteht ist der reine Wahnsinn und nichts für schwache Nerven.
Ein Bergsteigerfilm - kein Nazifilm. Zum Glück!