Sonntag, 28. November 2010

Videotipps!!!!


Potter 7/1, Unstoppabe, Scott Pilgrim, Somewhere, Goethe!

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Teil 1)

Harry Potter und seine Freunde sind auf der Flucht. Gejagt, gehetzt und in der Verdammnis schmorend leisten sie dem dunklen Lord und seinem Gefolge, die die Macht übernommen haben, Widerstand.
Dabei ist mir der Film, im Gegensatz zum Buch, fast noch zu harmlos. Es geht um Widerstand in größter Verzweiflung. Besonders Emma Watson spielt hier alle an die Wand und ist der Mittelpunkt des Films.
Toller Potter-Teil, der Mut zur Länge hat, zur Besinnung und zur Furcht.

Unstoppable

Zwei Eisenbahner versuchen einen außer Kontrolle geratenen Zug zum Stoppen zu bringen.
Kein toller Film, keine tolle Geschichte, aber mit den Bildern, den Schnitten und den unzähligen Perspektiven überzeugt mich Tony Scott immer wieder.
Die Jagt der Bilder und man ist voll dabei. I like.


Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Scott Pilgrim muss sich gegen die Ex-Liebhaber seiner neuen Freundin durchsetzen.
WOW! Yeah! Ufff! Nix für alte Säcke. Nix für Leute die über diesen Film nachdenken wollen. Anschauen und mächtig viel Spaß haben. 



Somewhere

Ein Schauspiel-Star muss auf seine 11jährigeTochter aufpassen.
Somewhere hätte auch ein Dokumentarfilm seinen können, dann wäre er vielleicht spannend gewesen und hätte mich zu Gedanken über Kultur und Zeit angeregt. So ist es ein melancholischer Film über einen einsamen Filmstar, der mit sich und der Welt nix anzufangen weiß. 
Außerdem erinnert das alles so an Lost in Translation...
Es fehlt der Biss und es fehlt eine Aussage!

Goethe!

Wäre das schreckliche Ende nicht, wäre dieser Film perfekte Unterhaltung gewesen und hätte sicher dazu geführt, dass man unbedingt "Die Leiden des jungen Werthers" lesen will. Goethes wohl, für mich, tollste, weil nahste Geschichte. Trotzdem ein toller Film, der mich doch tatsächlich überrascht hat. Weg mit dem Genie, dem edlen Dichterfürsten! Weg mit deutscher Leitkultur!
Goethe war auch nur in Mensch. 

Dienstag, 26. Oktober 2010

Ondines Piranha Network (The Social Network, Piranha 3D, Ondine)


The Social Network

In the Social Network geht es um die Entstehung von Facebook und um dessen Erfinder Mark Zuckerberg.
Mehr gibt es im Grunde nicht über den Film zu sagen. Alles wird nur nebensächlich und oberflächlich behandelt. Den tieferen Sinn haben die Kritiker sich einfach hineingedacht...doch er ist nicht da.
Aber vielleicht ist das ja auch die Stärke des Films, dass er ist wie Facebook: Oberflächlich.
Das ist ja auch OK.
Facebook ist keine Revolution!


Piranha 3D
Aus einem See unter einem See kommen Urzeitpiranhas und greifen an.
Bevor es allerdings los geht, muss man dämliche Spring-Break-Studenten und Pornostars ertragen, die arschwackelnd und saufend durch die Bilder stapfen.
Doch dann kommt es zu einem Massaker, dass wohl seines gleichen sucht und für alles andere entschuldigt.
Sicherlich kein toller Film aber ein großer Spaß für Freude des Splatter-Trashs.
Piranhas gefällt mir.


Ondine
Ein Seemann rettet eine Frau aus dem Wasser.
Schwer zu ertragen sind die hölzernen Dialoge und Werbebilder die uns da aufgetischt werden. Schade ist es, dass uns fast nichts über die Figuren erzählt wird, oder dass sie uns ihre Vergangenheiten nicht zeigen können. Colin Ferrells Blick bleibt von der ersten bis zur letzten Minute gleich und “Ondine” taugt auch nur als Unterwäschemodel.  Es gibt keine Brüche und keine Entwicklung der Figuren und die gehören nunmal in ein Märchen.
Auch wenn die Bilder schön sind, sie passen nicht. Der Film schafft den Spagat zwischen Märchen- und Arthouse-Film nur auf Kosten der Geschichte der Figuren und verspielt das Drama von Odine, die sich selbst gern als Märchenfigur sehen würde.
Wenn ich es nicht besser wissen würde, hätte ich gedacht den Film hat ein junger Hochschulabsolvent gemacht...den Trailer allerdings haben Marketingexperten gemacht, die es doch tatsächlich geschafft haben, mir eine spannende Geschichte zu verkaufen.
Die Selki, der Alki, ein Running-Gag-Pfarrer und ein Mädchen im Rollstuhl - sucks!

Samstag, 18. September 2010

The American

Schade. Schade, dass Anton Corbijn kein Regisseur ist. Wie toll hätte The American werden können. Doch Corbijn interessiert sich weder für Figuren noch für die Handlung. Er ist ein Mann der Oberflächen, der schönen Oberflächen. Ein ästhetischer Arbeiter. Diese Arbeit ist allerdings unglaublich beeindruckend. Der Reiz von The American liegt in den tollen und beeindruckenden Bildern von Landschaft und Mensch in der Supertotale, der Unschärfe und im Halbdunkeln.
Aber allein die Bilder machen nicht den Film. Das riesige Format des Films scheint mir fast verschwendet, bei so wenig Inhalt. Clooney als Eisklotz, dessen Geschichte ein Schmetterlingstatoo erzählen soll? Er hat keine Chance die Brüche seiner Figur zu zeigen, sondern nur Oberflächen. Er ist eben nicht Eastwood, Van Cleef oder Bronson, welche selbst in verlorenen Landschaft Charakter-Massive darstellen. Doch die Schuld liegt hier nicht bei Clooney, sondern bei der fehlenden Tiefe der Figur, bei der Motivation. (Erst als sich Jack entscheidet seinen Job als Waffenkonstrukteur hinzuschmeißen und mit der Prostituierten Clara ab zuhauen, wird der Film spannend.)
War Control schon blutleer wie ein toter Vampir, so ist The American trotz schöner optischer Momente streckenweise einfach uninteressant.
Meine arrogante Empfehlung an den Regisseur lautet: Gus van Sant und Jim Jarmusch Filme anschauen und lernen, wie man Ästhetik und Inhalt verknüpfen kann.
UND!!... daran sieht man, dass Corbijn ein Werbemann ist: Der Schmetterling und "Spiel mir das Lied vom Tod", sind seine Mittel, um uns etwas zu erzählen. Zitate, abgespeicherte Erinnerungsbilder, statt handelnde, erzählte Personen.

Montag, 30. August 2010

The Expendables und Knight & Day

Diese zwei Sommer-Blockbuster haben so einiges gemeinsam: Ihre Helden wirken irgendwie zu alt und die Witze sind so schlecht, wie die animierten Special-Effects.  
Retro-Kino erwartet die Besucher dieser zwei Filme , wobei sich The Expendables noch ein wenig besser schlägt:
Eine Gruppe von Söldnern befreit einen unterjochten Inselstaat oder, eine Gruppe von Söldnern befreit eine Frau und jagt dabei alles in die Luft.
The Expendables ist wie ein Stück Metal in einer Plastik-Welt. Seltsam steif wirken die alten Helden, deren Aktion man durch harte Schnitte und eine wacklige Handkamera doch recht ansehnlich gestaltet hat. Aber das reicht noch lange nicht für einen guten Action-Film. Was Stallone im letzten Rambo-Film ganz gut hinbekommen hat, nämlich einen halbwegs spannenden Film zu machen, in dem es auch ordentlich Blut regnet, gelingt hier nicht. Ich, will einen guten Film sehen und nicht ein B-Movie, welches ich mir in den 90ern auch nicht angeschaut hätte. Warum man sich das trotzdem antut, hängt wohl damit zusammen, dass hier die Actionkalliber der Jugend noch einmal zu sehen sind. Leider alle auf einem Haufen und nicht wirklich besser. Mit einem gütigen Blick schaut man auf die Alten, die sich mühen eine gute Figur zu machen.
Tom Cruise hingegen, macht in Knight & Day, wie immer eigentlich, ein außerordentlich gute Figur. Nur will der Film, nicht zu dieser Figur passen. Es ist so, als würden Schauspieler und Film auf anderen Ebenen agieren. Der Cruise aus Mission Impossible und Cocktail jagt sich und seine unfreiwillige Partnerin in einem Katz und Maus Spiel um den halben Globus, um eine neu entwickelte Super-Energiequelle zu schützen.
Das könnte cool sein, das könnte spritzig sein, das ist es aber nicht. Zu schnell wird hier gehetzt, gejagt, geschossen und geflogen. Was dabei auf der Stecke bleibt, sind die beiden Hauptfiguren. James Mangold vergisst seine Figuren und kann gleichzeitig kaum mit der Action umgehen, die es hier zu sehen gibt. Besonders eindrucksvoll schlecht sind die Animation der Stiere...misslungen. 
Was bleibt ist eine Künstlichkeit, die der Tod für jede Action-Komödie wäre...bei dieser finde ich es allerdings besonders schade, da ich mir die tolle Version des Films, wirklich gut vorstellen kann.
Ein gefallener Ritter und eine ehemalige Schönheitskönigin auf ihrem letzten Abenteuer...



Sonntag, 8. August 2010

Inception, Toy Story 3, Easy Virtue

Inception

Ein Team von Spezialisten bricht in einen Traum ein, um im Unterbewusstsein eine Erinnerung zu platzieren, die dem "Geenterten" im "richtigen" Leben zu anderem Handeln bewegt.
Darum geht es und das ist auch nicht wirklich zu verstehen, aber so unglaublich umgesetzt, dass es einen aus den Socken haut.
Für mich geht es im Film um Kontrolle. Handlung(en) und Emotionen werden kontrolliert und der Regisseur kontrolliert den Zuschauer.

Toy Story 3

Kann man nach dem zweiten Teil noch einen drauf setzen? JAJAJA!
Anschauen und lachen und weinen.

Easy Virtue 

Ein junger Mann kommt mit seiner frisch Angetrauten zum Nest der Familie zurück...doch die Braut will nicht so recht in das biedere Bild hineinpassen.
Eine Überraschung, weil der Film toll endet und der Humor so "bitterschönböse" ist.

Freitag, 23. Juli 2010

Splice

Zwei Genetiker kreuzen menschlich und tierische DNA und erschaffen ein neues Wesen.
Schon ziemlich unglaublich dieser Film. Zum Ende hin irgendwie peinlich, aber immer gut. 
Je größer das Wesen wird, dass das Pärchen im geheimen aufzieht, umso unglaubwürdiger und konstruierter wird die Geschichte.
Dabei will der Film so unglaublich viele Themen anschneiden, dass mir als Hobbyfilmpsychologe die Birne raucht. Elternkomplexe, Pharmaindustrie, Neid, Missbrauch. Sex usw. Spannend ist es dann auch noch. 
Natürlich kann man diesen Film auch für großen Quatsch halten, da diese inszenierte Mutterschaft (Elternschaft) doch schon sehr an den Haaren herbeigezogen ist.
Aber was soll's! Es werden eine Menge Tabus gebrochen. Ekel. Humor und das große Drama kräftig vermixt.
Heraus kommt ein DREN...der irgendwie alles sein will.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Rampage

Ein junger Mann läuft in einer amerikanischen  Stadt Amok und hat ganz eigene Pläne.
Ja, da muss erst Uwe Boll kommen, damit ich dieses Jahr noch einen außergewöhnlichen Film sehe. Rampage ist  ein toller Film. Warum? Weil er anders ist. Eine äußerst kluge Geschichte mit gesellschaftlichem Sprengstoff und genug Action, die dass alles benötigt, um glaubhaft zu sein.
Was bei Rampage allerdings am genialsten ist, ist die Konsequenz, die es im Kino sonst nicht mehr gibt: Das Happy End für den bösen Helden! Diese macht das Drama aus, diese erzählt mehr über Realität, als es eine Dokumentation jemals könnte. (Anmerkung: In der deutschen Version des Films musste am Ende des Films eine Anmerkung hinzugefügt werden, damit er veröffentlicht werden durfte. Sie macht diese Konsequenz nichtig und erzählt sehr viel darüber, was Boll da für einen Sprengstoff produziert hat.)
Dieser Film erzählt von unserer Welt als Ort der Werbung, des Egoismus, als Ort der kleinen Diktatoren, der Betäubung, Medienverdummung und und und. Das ist viel und alles drin, plus einer guten Geschichte mit einen tollen Twist.
Mehr davon bitte! Diskussion bitte!
Interview: http://www.dailymotion.com/video/xdkpy6_uwe-boll-rampage-interview-biff-201_shortfilms

Montag, 28. Juni 2010

Gesetz der Straße


Gesetz der Straße erzählt die Geschichten von 3 New Yorker Cops.
Sehr düster und im Schatten bleiben die Figuren, wie der Film. Zum großen Drama schwingt sich die Musik auf und erfüllt ihren Zweck. Natürlich hat man alle Elemente dieses guten Polizei-Thrillers schon besser gesehen, denn unter den vielen Erzählsträngen musste leider die Tiefe der Figuren leiden.
Doch Gesetz der Straße ist ein guter Film, mit den richtigen Zutaten und einer tollen Inszenierung. Nur weiß man, wie er enden wird. Moralisch nämlich und dass ist nun mal dämlich. Um wirklich nachhaltig Wirkung erzielen zu können, hätten die Protagonisten ihre Enden tauschen müssen. (Mit Schuld gut leben, Mit Rache glücklich sein, und am persönlichen Einsatz Scheitern - Das ist das wahre Drama!)
So bleibt ein guter Film in Erinnerung, aber kein Klassiker.

Repo Men

Leben auf Pump.
In der Zukunft kauft man sich Ersatzorgane auf Raten. Wenn man die nicht bezahlen kann, kommen die Repo Men und holen sich das Organ zurück. Einer der erfolgreichsten unter den Repo Männern ändert schlagartig seine Haltung zu diesem Prinzip, als er selbst ein Ersatzherz verpflanzt bekommt.
Repo Men macht es sich zu einfach. Es gibt viele gute Ansätze, die aber alle im Geballer und Geprügel verpuffen.   Zumindest gibt der Film einen ganz passenden Kommentar zur Finanzkrise: Ein Leben auf Pump ist so lange super, bis man es sich nicht mehr leisten kann!

Montag, 7. Juni 2010

Prince of Persia: Der Sand der Zeit

Ein Alibi ist ja eine Art Ausrede. Prince of Persia ist ein Alibi-Film, wie so viele Blockbuster (Indy 4, Transformers usw). In dieser Art von Film geht es selten um etwas und wenn, dann wird das Geschehene in der nächsten Szene revidiert.
Alibi-Filme sind deswegen wahnsinnig langweilig, wie ein Computerspiel, in dem man nicht sterben kann oder Menschen, die ungeheuer reich sind.
Bei PoP(oh jeh) wird das Handlungs-Alibi auch noch als Gegenstand im Film benutzt: Der Sand der Zeit, der selbige zurückdrehen kann.
Wenn wenigstens die Action gut gewesen wäre...aber jede Art von Aktion verpufft eben, wenn man sie nicht richtig sieht, wenn man nicht weiß, wo sie stattfindet.
Man hätte viel aus dieser Geschichte machen können, aber PoP ist  total einfallslos.
Mein Tipp: Das gleichnamige Computerspiel ist spannend, actionreich macht Spaß und kostet ungefähr soviel wie ein Kinobesuch!

Samstag, 29. Mai 2010

Wolfman

Der erfolgreiche Bühnendarsteler Lawrence Talbot kehrt nach dem grausamen Tod seines Bruders nach langer Zeit wieder in seine Heimat zurück, um selbigen aufzuklären.
Auf der Suche nach der mordenden Bestie begegnet er seinen Vater und tritt in dessen Fußstapfen.
Das klingt jetzt wenig nach einer Werwolf-Horrorgeschichte, trifft es aber. Als Hamlet steht Benicio del Torro zu Beginn des Films auf der Bühne, den Totenschädel in der Hand - es wird nicht das letzte abgetrennte Körperteil sein, dass hier durchs Bild wandert.
Grausig schöne Bilder, Wolkenfetzen in morbider Landschaft. Hier regieren die Bilder des klassischen Horrorfilms. Wie erholsam und schön. Auch die Geschichte bleibt gradlinig und immer bei der Jagt des Lawrence Talbot nach der Bestie, zu der er selbst wider willen wird.
Man kann sagen, dass nach Stephen Summers trashigem Klassik-Horror-Revival Van Helsing, es endlich jemand geschafft hat, dieses Genre altersgerecht in die Gegenwart überführt zu haben.
Das macht Spaß und lässt mich mächtig gruseln und erschrecken.

Robin Hood

Robin Hood erzählt wie aus dem Soldat Robin Longstride der berühmten Robin Hood wurde.
Eigentlich ist RH kein großer Film. Ländliche Idylle, kleine Belagerungen, und wenig Geschichte. Bemerkenswert ist allenfalls der Fetischismus mit dem der Film ausgestattet wurde. Richtig viel (Geschichte) erzählt der Film in den Nebensätzen und den gezeigten Lebensbedingungen vom Adel und Bauern. Robin Longstrides Figur ist hingegen vollkommen uninteressant. Die kühle Liebesgeschichte zieht nicht, das Ende ist richtig in die Hose gegangen und die Filmmusik ist echt schlecht. (Selten bei Scott-Filmen).
Deswegen ist RH leider nicht mehr als interessant.

Montag, 3. Mai 2010

Ein Prophet

Kann ein Film eine Offenbarung sein?
Ein Prophet kam mir zumindest so vor. Bilder, Musik zu einem wahren Rausch verwoben. Alles getragen durch die tollen Darsteller, vor alleTahar Rahim der Malik mit aller Kraft spielt, die Unschuld haben kann.
Ein Gangstergeschichte aus dem Gefängnis heraus erzählt, in der Malik vom Schläger zum einflussreichen "Gangster" aufsteigt. Neben Morden und Gewalt zeigt der Film einen faszinierten Jungen, der zum ersten Mal fliegt oder voller Stauen auf das Meer schaut.
Was mich aber besonders freut, ist, dass hier nicht der Gegensatz zwischen einem unschuldigen Kind und einem knallharten Gangster gesucht wird, sondern, dass all das einfach passiert und nebeneinander existiert.
Damit sagt der Film alles, was es für eine Gangsterfilm zu sagen gibt und schickt seine unzähligen Vorgänger in die Seile.
Wer die Augen auf macht, wird sehen...hoffentlich diesen Film!

Dienstag, 27. April 2010

Dexter (Erste Staffel)

Dexter ist ein Massenmörder, der als Forensiker bei der Polizei arbeitet und "in Dunkeln" seine Leidenschaft an Verbrechern auslässt.
So könnte man diese Serie beschreiben, besser wäre es allerdings zu behaupten, dass es in Dexter um die Selbstfindung eines sehr einsamen Menschen geht, dessen Ausdrucksmittel inakzeptabel ist. 
Dexter ist ein Mensch der sich eine zweite Identität aufgebaut hat, der hinter Masken lebt.
Das erstaunliche bei Dexter ist, dass man sich unglaublich gut mit ihm identifizieren kann. Das ist auch das erschreckende. Dexter ist/war eine der erfolgreichsten Serien des Senders Showtime mit bis zu 2 Millionen Zuschauern.
Was spricht mich und andere an dieser Figur an?
Diese Frage zu beantworten ist eigentlich ganz einfach: Es ist die Tiefe mit der sich mit der menschlichen Psyche auseinandergesetzt wird. Was schwer und unzugänglich klingt, schafft diese Serie durch hohe Konzentration, d.h. dichte Atmosphäre, tolle Nebenfiguren, einer guten zielgerichtete Geschichte und der unglaublich komplexen Hauptfigur: Dexter.
Einer Figur, der man trotz ihrer Masken tief in die Seele schauen kann, die man auf Grund ihrer "Mängel" mag und der man Frieden wünscht. 
Das ist Dexter. Eine phantastische Serie!   

Montag, 12. April 2010

Kampf der Titanen


Perseus, Sohn des Zeus, kämpft samt Gefährten gegen viele Monster.
Hätte ich gewusst, wer der Regisseur ist, hätte ich mir diesen Film niemals angeschaut. Aber ich mochte das Original schon immer und habe auch gegen Trash im Kino nichts einzuwenden.
Doch, dieser Film ist so schlecht, dass mir wirklich gar nichts Gutes einfallen will...das Schlimmste Verbrechen, was dieser Film? allerdings begeht, ist die lange Weile.
Ich habe wirklich seit langem keinen so schlechten Film mehr gesehen.

Mittwoch, 7. April 2010

Alice im Wunderland...

...ist die Geschichte eines Mädchens, das kurz vor ihrer Verlobung durch ein Loch in eine andere Welt fällt und dort antritt, um diese zu retten.
Bunt und knallig ist der Film, kurz und irgendwie uninteressant. Vielleicht sind es die vielen Effekte, die die Darsteller blass aussehen lassen, vielleicht hat man sie (Burton's Ensemble) sich auch einfach schon übersehen, vielleicht war auch die deutsche Übersetzung nicht sonderlich gelungen. 

Ganz sicher ist, dass dies wohl einer der belanglosesten Burton Filme ist. Einer, den ich mir sicher nicht noch einmal anschauen werde. Nach dem genial düsteren Sweeney Todd geht Burton, mit großem Publikumserfolg nun weiter den Weg des geringsten Widerstands. Schade...nicht mehr als Blockbuster-Unterhaltung.

Dienstag, 30. März 2010

Blade Runner (Final Cut, Blue-ray)


Rick Deckard ist ein Blade Runner, ein Polizist, der im Jahr 2019 abtrünnige Replikanten (menschänliche Androiden) sucht, um sie zu eliminieren. 
Doch Blade Runner ist kein Aktion-Film, sondern ein durch und durch atmosphärischer Film. Hier agieren Licht, Farbe und Musik. Deckard bewegt sich durch eine dunkle, von Neonröhren beleuchtete Endzeitwelt, um sich bei der Suche nach Replikanten schließlich selbst zu finden. Die Schauspieler, wie die Handlung sind hier nur Nebenfiguren. Unwirklich, schräg und seltsam. 
Abgefahren, dachte ich mir, als ich Blade Runner seit langem mal wieder sah. Seltsam fesselnd. 
Ein Film, den man gesehen haben muss. Ein Kino-Meilenstein und ein großartiger Science-Fiction Film.
(Ebenso gut wie der Film, ist auch die Vorlage von Phillip K. Dick: Träumen Androiden von elektronischen Schafen?)

Donnerstag, 25. März 2010

Green Zone

Der Soldat Roy Miller (und seine Einheit) suchen im Irak 2003 nach Massenvernichtungswaffen. Als sie nichts finden und nach Ursachen forschen, stößt Miller auf etwas, was wir schon wissen:
Es gab im Irak keine Massenvernichtungswaffen und Amerika und "die Welt" zogen in einen Krieg, unter einem erfundenen Vorwand.
Erschreckend, dies noch einmal im Fiktionalen erzählt zu bekommen. Aber umso wichtiger, dass dies im Blockbusterformat passiert. Zu schnell vergessen die Menschen die Kriege, auch wenn sie immer noch stattfinden. Ohne Konsequenzen bleiben Willkür, Betrug, Folter und Mord.
Matt Damon geht in diesem Film auf eine lehrreiche Reise...dieses mal nicht zu sich selbst (Bourne), sondern, als engagierter Soldat auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen, Generäle, Informationen und Quellen.
Sicher wird dabei einiges weggesprengt, doch Green Zone ist ein politischer Film, was mich ehrlich überrascht hat. Visuell eindrucksvoll ist die Handkamera, die alles noch realistischer wirken lässt und die Blockbuster-Krankheiten Pathos und Moral erträglich machen.
Der Film ist topp besetzt und wahnsinnig spannend, aber vor allem eine Erinnerung.
"Sie haben nicht zu entscheiden, was in diesem Land geschieht!", Freddy

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Moores Filme sind eigentlich immer mit Vorsicht zu genießen. Zu einseitig und polemisch sind sie...zu einfach...einfach.
Auch dieser ist so, aber das passt schon. Dem Kapitalismus, so zeigt Moore, auf seine naive Weise, sind die Menschen egal. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Schön auch, dass Moore offensiv Stellung bezieht und zum "Widerstand" aufruft.
Natürlich hätte der Film gern gehaltvoller und noch informativer sein können, aber das ist ja der Kapitalismus auch nicht. Menschen sind beim obersten Gebot der Gewinnmaximierung eben unwichtig...und nur Menschen sind kompliziert.
Ich würde mir wünschen, dass es einen deutschen Film geben würde, der ähnlich explizit das Kind beim Namen nennt und klar Stellung bezieht...aber "wir" sind wohl noch nicht so weit. Noch ein paar Jahre FDP oder große Koalition und auch hier wird es jeder kapiert haben.
Kapitalismus ist echt nicht gut. Überhaupt nicht und nie...und eigentlich wissen das alle.
Wir leben im Paradies, doof nur, dass wir dafür bezahlen müssen.

Donnerstag, 18. März 2010

Shutter Island

Was wäre Schlimmer? Zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben?
Nachdem ich den Trailer für Shutter Island im Kino gesehen hatte, muss ich zugeben, hatte ich Angst.
Jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen: Ja, ich hatte Angst, auch wenn dies nicht an der etwas abgedroschenen Geschichte lag, sondern ehr an den fantastischen Bildern und der tollen Musik.
US-Marshal Edward Daniels und sein Partner  untersuchen das Verschwinden einer gefährlichen Patientin von Shutter Island, einer Gefängnisinsel für geisteskranke Schwerverbrecher.
Am Ende kommt natürlich alles anders, als man denkt. Naja, vielleicht nicht ganz. Wenn man einer Geschichte möglichst alle Freiheiten geben will, oder Fehler beseitigen will , denkt man sich einfach eine Ausrede aus, mit der man alles rechtfertigen kann. Darum dreht sich Shutter Island und so ist auch der Film gestrickt. Das ist nicht neu.
Trotzdem überzeugen DiCaprio, Ruffalo, Kinsley, von Sydow und Michelle Williams. Die Bilder sind mächtig die Musik noch mächtiger. Es stürmt und es ist dunkel. Böse Nazis. Was will man mehr. Anschauen und genießen. Polanski meets Hitchcock, dachte ich die ganze Zeit, nur ohne Humor.

Samstag, 13. März 2010

Auftrag Rache

Gibson Filme sind ja meistens Rache-Filme...naja, dieser auch.
Nachdem Gibon's Filmtochter erschossen wird, macht sich Vater und Rächer Gibson auf die Suche nach dem Täter und tritt in ein Wespennest: Rüstungsindustrie und Regierung, die ewigen Verbündeten.
Erst einmal gilt es zu sagen, dass Auftrag Rache ein spannender Film geworden ist, der excellent besetzt ist.
Besonders Danny Huston besticht als fieser Firmenchef, der Morde anordnen kann, aber mit einer Pistole am Kopf weinerlich zusammenbricht. 
Die Action ist hart, brutal und trifft jedesmal wie ein Vorschlaghammer. 
Das einzige Problem ist, dass Gibson nicht der trauernde Vater ist. Zu viel Mad Max und Payback. Witze und Gewalt, die alte Mischung...mehr emotionale Intensität hätte nicht geschadet.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Der Ghostwriter (Polanski...ohne Blut)


Polanskis neuer Film ist ohne Überraschung.

Obwohl in Polanskis Filmen ja gern mit dem Surrealen gespielt wird, will dies bei Der Ghostwriter nicht gelingen.
Dies liegt nicht am Drehbuch, sondern ehr an der Inszenierung der mäßigen Geschichte. 

Weder amerikanisch, noch brittisch sind eingefangenen Bilder. Zu weit oder zu nah die Einstellungen. Polanskis Handschrift, eindeutig...doch irgendwas fehlt.
Mein subjektives Empfinden, des zu-hause-seins in Polanskis Filmen, war da, nur Mut zum Radikalen und Endgültigem fehlte dem Film. Absurdes fand nur am Rande statt, war belustigendes Beiwerk.
Erst gegen Ende des Films ging mir ein Licht auf:
Der ganze Film wurde in Deutschland gedreht.
Zu glatt, zu sauber, null schockierend, noch schräg. Deutschland eben.
Orte machen Filme. Blutleer und trist wie Deutschland im Winter was dieser.
Aber der Funke, ist ja auch schon bei Oliver Twist nicht übergesprungen.