Dienstag, 30. März 2010

Blade Runner (Final Cut, Blue-ray)


Rick Deckard ist ein Blade Runner, ein Polizist, der im Jahr 2019 abtrünnige Replikanten (menschänliche Androiden) sucht, um sie zu eliminieren. 
Doch Blade Runner ist kein Aktion-Film, sondern ein durch und durch atmosphärischer Film. Hier agieren Licht, Farbe und Musik. Deckard bewegt sich durch eine dunkle, von Neonröhren beleuchtete Endzeitwelt, um sich bei der Suche nach Replikanten schließlich selbst zu finden. Die Schauspieler, wie die Handlung sind hier nur Nebenfiguren. Unwirklich, schräg und seltsam. 
Abgefahren, dachte ich mir, als ich Blade Runner seit langem mal wieder sah. Seltsam fesselnd. 
Ein Film, den man gesehen haben muss. Ein Kino-Meilenstein und ein großartiger Science-Fiction Film.
(Ebenso gut wie der Film, ist auch die Vorlage von Phillip K. Dick: Träumen Androiden von elektronischen Schafen?)

Donnerstag, 25. März 2010

Green Zone

Der Soldat Roy Miller (und seine Einheit) suchen im Irak 2003 nach Massenvernichtungswaffen. Als sie nichts finden und nach Ursachen forschen, stößt Miller auf etwas, was wir schon wissen:
Es gab im Irak keine Massenvernichtungswaffen und Amerika und "die Welt" zogen in einen Krieg, unter einem erfundenen Vorwand.
Erschreckend, dies noch einmal im Fiktionalen erzählt zu bekommen. Aber umso wichtiger, dass dies im Blockbusterformat passiert. Zu schnell vergessen die Menschen die Kriege, auch wenn sie immer noch stattfinden. Ohne Konsequenzen bleiben Willkür, Betrug, Folter und Mord.
Matt Damon geht in diesem Film auf eine lehrreiche Reise...dieses mal nicht zu sich selbst (Bourne), sondern, als engagierter Soldat auf der Suche nach Massenvernichtungswaffen, Generäle, Informationen und Quellen.
Sicher wird dabei einiges weggesprengt, doch Green Zone ist ein politischer Film, was mich ehrlich überrascht hat. Visuell eindrucksvoll ist die Handkamera, die alles noch realistischer wirken lässt und die Blockbuster-Krankheiten Pathos und Moral erträglich machen.
Der Film ist topp besetzt und wahnsinnig spannend, aber vor allem eine Erinnerung.
"Sie haben nicht zu entscheiden, was in diesem Land geschieht!", Freddy

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Moores Filme sind eigentlich immer mit Vorsicht zu genießen. Zu einseitig und polemisch sind sie...zu einfach...einfach.
Auch dieser ist so, aber das passt schon. Dem Kapitalismus, so zeigt Moore, auf seine naive Weise, sind die Menschen egal. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Schön auch, dass Moore offensiv Stellung bezieht und zum "Widerstand" aufruft.
Natürlich hätte der Film gern gehaltvoller und noch informativer sein können, aber das ist ja der Kapitalismus auch nicht. Menschen sind beim obersten Gebot der Gewinnmaximierung eben unwichtig...und nur Menschen sind kompliziert.
Ich würde mir wünschen, dass es einen deutschen Film geben würde, der ähnlich explizit das Kind beim Namen nennt und klar Stellung bezieht...aber "wir" sind wohl noch nicht so weit. Noch ein paar Jahre FDP oder große Koalition und auch hier wird es jeder kapiert haben.
Kapitalismus ist echt nicht gut. Überhaupt nicht und nie...und eigentlich wissen das alle.
Wir leben im Paradies, doof nur, dass wir dafür bezahlen müssen.

Donnerstag, 18. März 2010

Shutter Island

Was wäre Schlimmer? Zu leben wie ein Monster, oder als guter Mann zu sterben?
Nachdem ich den Trailer für Shutter Island im Kino gesehen hatte, muss ich zugeben, hatte ich Angst.
Jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, muss ich sagen: Ja, ich hatte Angst, auch wenn dies nicht an der etwas abgedroschenen Geschichte lag, sondern ehr an den fantastischen Bildern und der tollen Musik.
US-Marshal Edward Daniels und sein Partner  untersuchen das Verschwinden einer gefährlichen Patientin von Shutter Island, einer Gefängnisinsel für geisteskranke Schwerverbrecher.
Am Ende kommt natürlich alles anders, als man denkt. Naja, vielleicht nicht ganz. Wenn man einer Geschichte möglichst alle Freiheiten geben will, oder Fehler beseitigen will , denkt man sich einfach eine Ausrede aus, mit der man alles rechtfertigen kann. Darum dreht sich Shutter Island und so ist auch der Film gestrickt. Das ist nicht neu.
Trotzdem überzeugen DiCaprio, Ruffalo, Kinsley, von Sydow und Michelle Williams. Die Bilder sind mächtig die Musik noch mächtiger. Es stürmt und es ist dunkel. Böse Nazis. Was will man mehr. Anschauen und genießen. Polanski meets Hitchcock, dachte ich die ganze Zeit, nur ohne Humor.

Samstag, 13. März 2010

Auftrag Rache

Gibson Filme sind ja meistens Rache-Filme...naja, dieser auch.
Nachdem Gibon's Filmtochter erschossen wird, macht sich Vater und Rächer Gibson auf die Suche nach dem Täter und tritt in ein Wespennest: Rüstungsindustrie und Regierung, die ewigen Verbündeten.
Erst einmal gilt es zu sagen, dass Auftrag Rache ein spannender Film geworden ist, der excellent besetzt ist.
Besonders Danny Huston besticht als fieser Firmenchef, der Morde anordnen kann, aber mit einer Pistole am Kopf weinerlich zusammenbricht. 
Die Action ist hart, brutal und trifft jedesmal wie ein Vorschlaghammer. 
Das einzige Problem ist, dass Gibson nicht der trauernde Vater ist. Zu viel Mad Max und Payback. Witze und Gewalt, die alte Mischung...mehr emotionale Intensität hätte nicht geschadet.