Samstag, 29. Mai 2010

Wolfman

Der erfolgreiche Bühnendarsteler Lawrence Talbot kehrt nach dem grausamen Tod seines Bruders nach langer Zeit wieder in seine Heimat zurück, um selbigen aufzuklären.
Auf der Suche nach der mordenden Bestie begegnet er seinen Vater und tritt in dessen Fußstapfen.
Das klingt jetzt wenig nach einer Werwolf-Horrorgeschichte, trifft es aber. Als Hamlet steht Benicio del Torro zu Beginn des Films auf der Bühne, den Totenschädel in der Hand - es wird nicht das letzte abgetrennte Körperteil sein, dass hier durchs Bild wandert.
Grausig schöne Bilder, Wolkenfetzen in morbider Landschaft. Hier regieren die Bilder des klassischen Horrorfilms. Wie erholsam und schön. Auch die Geschichte bleibt gradlinig und immer bei der Jagt des Lawrence Talbot nach der Bestie, zu der er selbst wider willen wird.
Man kann sagen, dass nach Stephen Summers trashigem Klassik-Horror-Revival Van Helsing, es endlich jemand geschafft hat, dieses Genre altersgerecht in die Gegenwart überführt zu haben.
Das macht Spaß und lässt mich mächtig gruseln und erschrecken.

Robin Hood

Robin Hood erzählt wie aus dem Soldat Robin Longstride der berühmten Robin Hood wurde.
Eigentlich ist RH kein großer Film. Ländliche Idylle, kleine Belagerungen, und wenig Geschichte. Bemerkenswert ist allenfalls der Fetischismus mit dem der Film ausgestattet wurde. Richtig viel (Geschichte) erzählt der Film in den Nebensätzen und den gezeigten Lebensbedingungen vom Adel und Bauern. Robin Longstrides Figur ist hingegen vollkommen uninteressant. Die kühle Liebesgeschichte zieht nicht, das Ende ist richtig in die Hose gegangen und die Filmmusik ist echt schlecht. (Selten bei Scott-Filmen).
Deswegen ist RH leider nicht mehr als interessant.

Montag, 3. Mai 2010

Ein Prophet

Kann ein Film eine Offenbarung sein?
Ein Prophet kam mir zumindest so vor. Bilder, Musik zu einem wahren Rausch verwoben. Alles getragen durch die tollen Darsteller, vor alleTahar Rahim der Malik mit aller Kraft spielt, die Unschuld haben kann.
Ein Gangstergeschichte aus dem Gefängnis heraus erzählt, in der Malik vom Schläger zum einflussreichen "Gangster" aufsteigt. Neben Morden und Gewalt zeigt der Film einen faszinierten Jungen, der zum ersten Mal fliegt oder voller Stauen auf das Meer schaut.
Was mich aber besonders freut, ist, dass hier nicht der Gegensatz zwischen einem unschuldigen Kind und einem knallharten Gangster gesucht wird, sondern, dass all das einfach passiert und nebeneinander existiert.
Damit sagt der Film alles, was es für eine Gangsterfilm zu sagen gibt und schickt seine unzähligen Vorgänger in die Seile.
Wer die Augen auf macht, wird sehen...hoffentlich diesen Film!