Dienstag, 17. April 2007

300 animiert durch 0

300

Eigentlich wollte ich mir 300 ja entgehen lassen, aber es kommt eben immer anders, als man denkt.
Viel Kritik musste Zack Snyders Film einstecke: Irakkrieg, Naziästhetik usw., doch eigentlich ist er einfach nur langweilig. Sicher schaut man sich die ein oder andere Kampfszene gern an, aber man fragt sich doch: Warum das alles? Man leidet nicht mit den Spartanern, sind sie doch zum Kämpfen und Sterben, durch eine unmenschliche Ausbildung, gemacht worden. Und für was kämpfen sie? Griechenland. Ehre. Ruhm. Nichts davon sieht man im Film oder wäre interessant.
Es reicht eben nicht einfach Bilder aus einem Comic zu nehmen, wenn die Geschichte zu nicht viel taugt.
Außerdem besagt eine weiser Spruch, ein Held im Film ist immer nur so gut wie sein Gegner. Naja, und die sind alle lächerlich. Leider...so sehr, dass man fast schon Mitleid hat.
Was allerdings auffällt ist, dass Spartaner gern Behinderte und Schwule zu ihren Gegnern haben, wo wir wieder bei den Nazis wären. Doch bevor es all zu polemisch wird, beende ich diesen Eintrag, mit einem weiteren Schwachpunkt des Films: Animiertes Blut sieht immer scheiße aus und in 300 ist jeder Tropfen (und nicht nur die Tropfen) animiert.