Samstag, 26. Mai 2007

Apocalypto



Noch tönt die Abspannmusik von Mel Gibsons Apocalypto, einem äußerst beeindruckenden Film und wieder ärgere ich mich, einen Film im Kino verpasst zu haben. Höchstwahrscheinlich werde ich nie wieder den Einzug in eine Maya-Metropole erleben oder die furiosen Verfolgungsjagden durch Jungle und Wasser, denn die gibt es jetzt schon und wahrscheinlich perfekt umgesetzt.
Keine Ahnung wie es um die historische Genauigkeit bestellt ist, aber die einfache Geschichte (Mann rettet seine Frau und seine Kinder nachdem er in Gefangenschaft geraten ist) zieht auch zu Mayazeiten und weiß um so mehr zu bestechen, denn trotz Untertitelungen und digitaler Bildästetik fesselt der Film durch eine detaillierte Austattung, Maske und eine packende Dramaturgie. Und ja, auch die Darsteller sind spitze.
Sicherlich darf man sich auch an Breaveheart erinnert fühlen, was Gewalt und die Stilisierung des Helden angeht.
Ach, wäre Mel Gibson nicht so ein Penner...man könnte den Film sogar richtig gut finden, aber so bleibt ein ungutes Gefühl und noch mehr Ärger auf Mel Gibson, denn hier hat er einen wirklich tollen Film verbrochen.