Mittwoch, 10. Oktober 2007

Christian Petzold

Wenn es einen Regisseur gibt, der gerne "Lücken" in seinen Filmen lässt, dann ist das wohl Christian Petzold. Im Kino werden diese Lücken gern von intellektuellen (intellektuell ist hier äußerst abwertend gemeint) Zuschauern mit Kommentaren gefüllt. Meist simple Feststellungen, eines sich selbst erklärenden Bildes, Lacher, die fehl am Platz sind oder verzweifelte Deutungsversuche wie: Ahhh... .
Petzold macht keine großen Filme mit Knalleffekt, er erklärt weder Geschichte noch Personen, dass einzige woran man sich bei ihm festhalten kann, ist wohl ein Song, der sich, wenn man Glück hat, im Film wiederholt.
Petzolds Filme verlangen Empathie und andere intellektuelle Anstrengungen (welche die oben benannten Intellektuellen gern ihr eigen nennen und weshalb diese hier keine Erwähnung finden werden)vom Zuschauer. Ein Gespür für Atmosphäre und Durchhaltevermögen.
Petzolds Filme verlangen etwas vom Zuschauer und dafür lässt er sich Zeit. Zu dumm nur, dass für vielen Zuschauer, des menschliche Rätzel (Warum tun wir etwas?) eines mit sieben Siegeln ist.