Dienstag, 29. Januar 2008

Eastern Promises/Tödliche Versprechen

Eastern Promises ist der neue Film von David Cronenberg und er ist ziemlich gut.
Wie schon bei seinem vorherigen Film A History Of Violence handelt es sich um eine "Gangster-/Familiengeschichte", um die Frage nach Identität und Gewalt. Was neu ist: Herr Cronenberg bemüht sich um das Mitgefühl des Zuschauers.
Ausganspunkt ist das Schicksal einer jungen Russin, die mit falschen Versprechungen nach Groß Brittanien gelockt wird und dort zur Prostitution gezwungen wird. Noch in der Anfangssequenz stirbt sie und hinterlässt nicht nur ein Baby und ein Tagebuch, sondern bleibt dem Zuschauer auch als Stimme aus dem OFF erhalten.
Im folgenden kollidieren die Bemühungen einer jungen Ärztin dem Neugeborenen zu helfen, mit den Interessen eines russischen Gangsterbosses, der die Geheimnisse des Tagebuchs sicher wissen will. Zwei Familiengeschichten werden erzählt und zwei Einzelschicksale. Ne Menge für einen Film der dazu auch noch extrem gut choreografiertet Actionszenen enthält.
Was zu sagen bleibt: Anschauen! Cronenbergs (bester) Film und auch Massentauglichster. Dies ist nicht negativ gemeint, denn so werden ein paar mehr Menschen sehen, was er für ein virtuoser Regisseur ist.
Zuletzt müssen noch die Schauspieler gelobt und erwähnt werden: Watts, Mortensen, Cassel und Mueller-Stahl. Alle sind sie toll.