Donnerstag, 25. März 2010

Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Moores Filme sind eigentlich immer mit Vorsicht zu genießen. Zu einseitig und polemisch sind sie...zu einfach...einfach.
Auch dieser ist so, aber das passt schon. Dem Kapitalismus, so zeigt Moore, auf seine naive Weise, sind die Menschen egal. Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Schön auch, dass Moore offensiv Stellung bezieht und zum "Widerstand" aufruft.
Natürlich hätte der Film gern gehaltvoller und noch informativer sein können, aber das ist ja der Kapitalismus auch nicht. Menschen sind beim obersten Gebot der Gewinnmaximierung eben unwichtig...und nur Menschen sind kompliziert.
Ich würde mir wünschen, dass es einen deutschen Film geben würde, der ähnlich explizit das Kind beim Namen nennt und klar Stellung bezieht...aber "wir" sind wohl noch nicht so weit. Noch ein paar Jahre FDP oder große Koalition und auch hier wird es jeder kapiert haben.
Kapitalismus ist echt nicht gut. Überhaupt nicht und nie...und eigentlich wissen das alle.
Wir leben im Paradies, doof nur, dass wir dafür bezahlen müssen.