Montag, 30. August 2010

The Expendables und Knight & Day

Diese zwei Sommer-Blockbuster haben so einiges gemeinsam: Ihre Helden wirken irgendwie zu alt und die Witze sind so schlecht, wie die animierten Special-Effects.  
Retro-Kino erwartet die Besucher dieser zwei Filme , wobei sich The Expendables noch ein wenig besser schlägt:
Eine Gruppe von Söldnern befreit einen unterjochten Inselstaat oder, eine Gruppe von Söldnern befreit eine Frau und jagt dabei alles in die Luft.
The Expendables ist wie ein Stück Metal in einer Plastik-Welt. Seltsam steif wirken die alten Helden, deren Aktion man durch harte Schnitte und eine wacklige Handkamera doch recht ansehnlich gestaltet hat. Aber das reicht noch lange nicht für einen guten Action-Film. Was Stallone im letzten Rambo-Film ganz gut hinbekommen hat, nämlich einen halbwegs spannenden Film zu machen, in dem es auch ordentlich Blut regnet, gelingt hier nicht. Ich, will einen guten Film sehen und nicht ein B-Movie, welches ich mir in den 90ern auch nicht angeschaut hätte. Warum man sich das trotzdem antut, hängt wohl damit zusammen, dass hier die Actionkalliber der Jugend noch einmal zu sehen sind. Leider alle auf einem Haufen und nicht wirklich besser. Mit einem gütigen Blick schaut man auf die Alten, die sich mühen eine gute Figur zu machen.
Tom Cruise hingegen, macht in Knight & Day, wie immer eigentlich, ein außerordentlich gute Figur. Nur will der Film, nicht zu dieser Figur passen. Es ist so, als würden Schauspieler und Film auf anderen Ebenen agieren. Der Cruise aus Mission Impossible und Cocktail jagt sich und seine unfreiwillige Partnerin in einem Katz und Maus Spiel um den halben Globus, um eine neu entwickelte Super-Energiequelle zu schützen.
Das könnte cool sein, das könnte spritzig sein, das ist es aber nicht. Zu schnell wird hier gehetzt, gejagt, geschossen und geflogen. Was dabei auf der Stecke bleibt, sind die beiden Hauptfiguren. James Mangold vergisst seine Figuren und kann gleichzeitig kaum mit der Action umgehen, die es hier zu sehen gibt. Besonders eindrucksvoll schlecht sind die Animation der Stiere...misslungen. 
Was bleibt ist eine Künstlichkeit, die der Tod für jede Action-Komödie wäre...bei dieser finde ich es allerdings besonders schade, da ich mir die tolle Version des Films, wirklich gut vorstellen kann.
Ein gefallener Ritter und eine ehemalige Schönheitskönigin auf ihrem letzten Abenteuer...