Sonntag, 26. Juni 2011

Hanna, X-Men und die schnellen Fünf im knüppel kalten Winter

Wer ist Hanna?
Die 14jährige Hanna wird von ihrem Ex-CIA-Vater in der Wildnis zu einer perfekten Killerin erzogen und macht sich über Kontinente hinweg auf den Weg ihre Widersacherin zu töten.
Ja, die Geschichte ist nicht die Stärke des Films. Stark sind vor allem der collagierte Schnitt, die abgefahrenen Sequenzen und Figuren und die Hauptdarstellerin. Hanna ist ein ungewöhnlicher Film, den man schon gesehen haben sollte.


X-Men: Erste Entscheidung
Man muss sich zwangsläufig doof vorkommen, wenn man die Geschichte von egal welchem X-Men-Film zusammen fassen will. Deswegen mach ich es kurz: Kampf zwischen zwei Mutantenfraktionen. Die einen wollen mit den Menschen leben, die anderen sie unterjochen. Das alles spielt in den 1960er Jahren zur Kubakrise. Puh...
Dieser X-Men-Film besinnt sich wieder auf die Stärken des ersten Films dieser Reihe und interessiert sich hauptsächlich für die Figuren und ihre Probleme mit dem Anderssein. Die Retro-Optik und das übersichtliche Erzähltempo sind für eine Comicverfilmung äußerst ungewöhnlich und ehrlich gesagt, ein Seegen für das Genre. Der Film ist vollgepackt mit Hintergrundgeschichten, Rückblenden und Szenenwechseln, trotzdem hat er mir nicht so gut gefallen. Wahrscheinlich, weil ich alle Filme dieser Reihe immer noch mit dem ersten vergleiche und finde, dass auch dieser die Intensität, die Tiefe und das Drama der Figuren nicht annähernd so berührend zeig, wie die X-Men Verfilmung von Brian Singer.


Fast Five
Trotz schrecklicher Schauspieler ist dieser Film ein wirklich sehenswertes Action-Spektakel. Selten haben mich Verfolgungsjagden und Stunts so in den Bann gezogen, wie bei diesem Film. Da versteht einer sein Handwerk und weiß, welche Bilder wirken. Der Versuch einer Familiengeschichte, die hier angerissen wird, ist allerdings mehr als kläglich oder einfach unmöglich mit diesen "Schauspielern". 


Perfekt exerzierte Action vs. aufgepumpte Mimen - Ergebnis 10:0





Winter's Bone
Im amerikanischen Hinterland muss ein Mädchen ihren toten! Vater finden, damit sie und ihre Familie ihr zu Hause nicht verlieren. Ein düsterer Independent-Film, der uns ein Amerika zeigt, wie wir es bisher nur aus Horrorfilmen à la Wrong Turn kannten. Üble Familien-Sippen, Verelendung, Gewalt und Drogensumpf ist es, womit die Protagonistin zu kämpfen hat. Es geht ums überleben. Doch was für ein Leben ist das?
Für mich jetzt schon ein Stück (Independent-) Kino Geschichte.


Zum Schluss noch ein paar Kurztipps:
Rango: Toller Western, tolle Animationen, toller Film. Zum Glück kein 3D!
Hereafter: Toller Film über das Leben nach dem Tod.
Alles was wir geben mussten: Ein trauriger Film ohne Antworten. Eine Mahnung.